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10.01.2013

00:46 Uhr

US-Regierung

Arbeitsministerin Solis räumt ihren Posten

Personalkarussell in der US-Regierung: Überraschend trat Arbeitsministerin Hilda Solis zurück. US-Präsident Obama muss nun vier Posten im Kabinett neu besetzen – Kritik im Vorfeld macht die Auswahl heikel.

US-Arbeitsministerin Hilda Solis kehrt Obamas Kabinett den Rücken - und senkt damit womöglich den Frauenanteil. dpa

US-Arbeitsministerin Hilda Solis kehrt Obamas Kabinett den Rücken - und senkt damit womöglich den Frauenanteil.

WashingtonKurz vor Beginn seiner zweiten Amtszeit muss US-Präsident Barack weitere Lücken in seiner Regierungsmannschaft füllen. Auch Arbeitsministerin Hilda Solis werde ihr Amt niederlegen, teilte das Weiße Haus am Mittwoch in Washington mit.

Die 55-Jährige nannte in einem Brief an ihre Mitarbeiter private Gründe für den überraschenden Rückzug. Obama lobte Solis in der Mitteilung als „wichtiges Mitglied“ seines Wirtschaftsteams. Sie sei eine „unermüdliche Kämpferin für arbeitende Familien“ gewesen.

Solis hatte in der Regierung unter anderem die Arbeitsmarktpolitik des Weißen Hauses zu vertreten. Die drastische Zunahme der Arbeitslosigkeit hat Obama in seiner ersten Amtszeit zwar stoppen und den Trend umkehren können, aber mit fast acht Prozent ist die Quote für US-Verhältnisse weiterhin sehr hoch.

Gewerkschaften haben Solis für ihren kompromisslosen Kampf für bessere Lohn- und Arbeitszeitgesetze sowie mehr Sicherheit am Arbeitsplatz gelobt. Wirtschaftsverbände warfen ihr dagegen vor, nicht mehr auf Kooperation gesetzt zu haben.

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Solis hatte ihr Amt am 24. Februar 2009 angetreten und damit eine jahrzehntelange Karriere im öffentlichen Dienst gekrönt. Vor ihrer Berufung ins Kabinett vertrat sie acht Jahre lang einen kalifornischen Bezirk im US-Kongress. Ihr Engagement für die Umwelt brachte der Politikerin 2000 die John-F.-Kennedy-Medaille ein.

Die Kalifornierin war die erste Frau mit lateinamerikanischen Wurzeln, die in den USA ein Ministeramt bekleidete. In einem Brief an ihre Mitarbeiter schrieb Solis US-Medien zufolge, dass ihr der Abschied sehr schwer falle. Sie habe sich aber über die Feiertage mit ihrer Familie beraten und entschlossen, "eine neue Zukunft" zu beginnen.

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