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01.12.2014

18:16 Uhr

US-Republikanerin

Kündigung wegen Kritik an Obamas Töchtern

Die Kritik an den Töchtern des US-Präsidenten Obama kostet die Sprecherin eines republikanischen Abgeordneten den Job. Sie hatte Malia und Sasha Obama auf Facebook wegen eines lässigen Auftritts harsch zurechtgewiesen.

US-Präsident Barack Obama (l.) mit seinen Töchtern Malia (r.) und Sasha: Die Obama-Töchter wirkten gelangweilt, als sie einer traditionellen Thanksgiving-Veranstaltung beiwohnten. ap

US-Präsident Barack Obama (l.) mit seinen Töchtern Malia (r.) und Sasha: Die Obama-Töchter wirkten gelangweilt, als sie einer traditionellen Thanksgiving-Veranstaltung beiwohnten.

WashingtonAbfällige Bemerkungen über die Töchter von US-Präsident Barack Obama haben der Pressesprecherin eines republikanischen Abgeordneten den Job gekostet. Mehrere US-Medien berichteten am Montag, dass Elizabeth Lauten noch im Laufe des Tages ihre Kündigung einreichen werde.

Die Sprecherin hatte sich in einem Facebook-Eintrag über den gelangweilten Auftritt von Obamas Töchtern Malia und Sasha bei der traditionellen Truthahn-Begnadigung zu Thanksgiving echauffiert.

Die beiden Teenagerinnen sahen am vergangenen Mittwoch in der Tat alles andere als glücklich aus, mit ihrem Vater und dem Federvieh vor die Kameras treten zu müssen. „Zeigt wenigstens ein bisschen Klasse, respektiert Eure Rolle“, wies Lauten die „First Daughters“ anschließend auf Facebook zurecht.

„Zeigt Euch der Aufgabe gewachsen und handelt so, als würde es Euch etwas bedeuten, im Weißen Haus zu sein.“ Mit einem Vorbild wie Präsident Obama, der seine Position ebenfalls nicht respektiere, sei ein derartiges Benehmen aber kein Wunder, fügte Lauten hinzu.

Die Sprecherin des republikanischen Kongressabgeordneten Stephen Fincher aus Tennessee nahm auch an den relativ kurzen Kleidern der Präsidententöchter Anstoß. „Zieht Euch so an, dass Ihr Respekt verdient, und nicht einen Platz an der Bar“, nörgelte sie. Lautens Kommentare führten zu einer Welle der Empörung im Internet, Nutzer von sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook verlangten ihre Entlassung.

Daten und Fakten über die USA

Fläche

Mit einer Fläche von 9.809.155 Quadratkilometern sind die Vereinigten Staaten laut Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) der drittgrößte Staat der Erde.

Bevölkerung

Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug die Gesamtbevölkerung der USA im Jahr 2013 rund 317 Millionen Einwohner.

Hauptstadt

Die Hauptstadt der USA ist Washington D.C. Die Stadt selbst hat etwa 646.000 Einwohner, im Großraum haben sich etwa 5,7 Millionen Menschen niedergelassen. (Stand: 2014)

Staatsform

Die Staatsform der USA ist eine föderale und präsidentielle Republik.

Präsident

Barack H. Obama ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er befindet sich in seiner zweiten Amtszeit.

BIP

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA beläuft sich nach Angaben des Auswärtigen Amts auf etwa 16,72 Billionen US-Dollar. (Stand: 2013)

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten lag im Juli 2014 bei 6,2 Prozent. Vor der Wirtschaftskrise lag die Quote im Jahr 2007 noch bei 4,6 Prozent, 2010 stieg sie zwischenzeitlich auf 9,6 Prozent an.

Außenhandel

Die USA sind nach Angaben des Auswärtigen Amts weltgrößter Absatzmarkt für Importgüter und standen als Exporteur 2013 (nur Waren) hinter China an zweiter Stelle.

Als der Proteststurm anrollte, löschte die Pressesprecherin zwar ihren Eintrag und schickte eine Entschuldigung hinterher. Nach stundenlangem Gebet und Gesprächen mit ihren Eltern sehe sie nun ein, wie verletzend ihre Worte gewesen sein müssen, schrieb sie.

Doch die Reue reichte nicht, um ihren Job zu retten. Auch aus der eigenen Partei wurde Lauten zu verstehen gegeben, dass die Kinder des Präsidenten in der politischen Auseinandersetzung tabu seien.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

01.12.2014, 19:56 Uhr

Zwar hatte sie völlig Recht - jedoch vergaß sie angemessen zu heucheln.
Darin liegt ihre Sünde - und das macht das System so anfällig.

Herr Wolfgang Trantow

02.12.2014, 08:50 Uhr

Das ist Meinungsfreiheit, wie sie auch Deutsche wollen!

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