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14.06.2011

23:34 Uhr

US-Schuldenkrise

Bernanke sieht US-Spitzenrating in Gefahr

Der US-Notenbankchef enthüllt ein offenes Geheimnis: Wenn sich Republikaner und Demokraten im Streit um die Schuldengrenze nicht einig werden, droht ein Zahlungsausfall - der Dollar als Reservewährung ist in Gefahr.

USA droht Zahlungsausfall

Video: USA droht Zahlungsausfall

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WashingtonBernanke hat die US-Politik eindringlich zur Lösung des Streites über die Schuldengrenze aufgefordert.

Sollte es keine schnelle Einigung geben, könnten die USA die höchste Bonitätsnote AAA verlieren, sagte der Chef der Notenbank in einer Rede am Dienstag. Zudem könne die Sonderrolle des Dollars als Reservewährung beschädigt werden.

Selbst ein kurzer Zahlungsausfall könne zu gravierenden Störungen der Finanzmärkte führen. Bernanke erneuerte seinen Vorschlag für einen langfristigen Haushaltsplan. Er machte zugleich klar, dass die Verhandlungen über die Schuldengrenze nicht genutzt werden sollten, um Ausgabenkürzungen durchzusetzen. Er hoffe, dass es nicht zu einem „Spiel mit dem Feuer“ komme.

Republikaner und Demokraten verhandeln seit Monaten über die Anhebung der Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar. Sollte es keine Einigung geben, droht der US-Regierung im August ein Zahlungsausfall. Vizepräsident Joe Biden traf sich am Dienstag erneut mit Abgeordneten von Demokraten und Republikanern, um einen Kompromiss zu finden. Sollten die USA die höchste Bonitätsnote AAA verlieren, würde dies die Aufnahme von Krediten verteuern.

Bislang gelten US-Staatsanleihen weltweit fast so sicher wie Barvermögen. Viele Länder nutzen den Dollar als Reservewährung.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

14.06.2011, 21:52 Uhr

Fracksausen, Ben?

Account gelöscht!

14.06.2011, 21:55 Uhr

Wollte Bernanke nicht immer schon die Märkte fluten?
http://www.start-trading.de/blog/2011/06/09/bernanke-kam-um-zu-fluten/

Jetzt hat die FED soviel miese gemacht, dass nun die USA am Abgrund steht. Warum sollte ein Staat auch mit Gelddrucken seine Probleme lösen können. Wenn das gehen würde, hätte sich Simbabwe auch gerettet.

Account gelöscht!

14.06.2011, 23:58 Uhr

Das ist ja wie im Kindergarten. Man streitet sich bis in alle Ewigkeit, findet aber nie eine Lösung.
Ich kenne ja nicht die staatlichen Ausgaben und Einnahmen in den USA, aber man sollte vielleicht mal die Steuern erhöhen (wenn die nicht hoch genug sind, vielleicht Mehrwertsteuer?) und die Ausgaben senken - die Bildung ist dort meines Wissens unterentwickelt, die Infrastruktur (Straßen) und Soziale Sicherung auch, aber man könnte mal etwas an den Militärausgaben kürzen.
Die USA haben fast die Hälfte des Militärbudgets der gesamten Welt in ihrem Haushalt - wenn man da etwas kürzt, wird der Kampf gegen Terroristen sicher auch nicht weniger effektiv. Denn wenn man schon fast 50% des gesamten Militärbudgets der Welt hat, macht es in Bezug auf die innere Sicherheit auch keinen großen Unterschied, wenn man da 5 % wegkürzt.
Außerdem ist die innere Sicherheit nicht viel mehr als woanders bedroht und die Militärausgaben gehen wohl am meisten in Kriege im Ausland.
Zumal der Krieg gegen den Terrorismus bis jetzt wenig gebracht hat und durch gesunkene Kriegsausgaben die Zahl der Todesopfer vielleicht eher sinken als steigt.

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