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23.12.2011

02:21 Uhr

US-Steuerbehörden

Deutsche Banken fürchten Strafzahlung

Sorge bei den Deutschen Finanzinstituten: Deutschen Banken droht eine Strafe, wenn sie Vermögen von amerikanischen Kunden verwalten. Jetzt fordern die Finanzhäuser offenbar ihre US-Kunden auf, die Geschäfte zu beenden.

Die Skyline der Stadt Frankfurt. dpa

Die Skyline der Stadt Frankfurt.

BerlinDeutsche Banken fordern nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ Kunden aus den USA auf, die Geschäftsbeziehungen mit ihnen zu beenden. Hintergrund sei eine verschärfte Steuergesetzgebung in den USA. Demnach müssen deutsche Fondsgesellschaften der amerikanischen Steuerbehörde Kunden melden, die in Deutschland amerikanisches Geld angelegt haben.

Allerdings kennen deutsche Fondsgesellschaften die Namen ihrer Anteilseigner nicht. „In Deutschland gibt es kein Namensregister, wir wissen bei Publikumsfonds nicht, welche Personen unsere Fondsanteile halten“, sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI, der Branchenverband der deutschen Fondsindustrie, der Zeitung. „Ein Meldewesen, wie es die US-Gesetze verlangen, würde bei Finanzinstituten weltweit einen Umsetzungsaufwand in Milliardenhöhe bedeuten“, klagt Richter.

Von den US-Regeln sind alle Staaten weltweit betroffen. China und Kanada verhandeln bereits über Ausnahmegenehmigungen, die EU-Kommission der Zeitung zufolge bislang nicht. Durch die Regeln entstünden hohe Strafzahlungen. So könnten amerikanische Dividenden- und Zinszahlungen, die an einen deutschen Anlagefonds fließen sollten, von der US-Steuerbehörde pauschal mit 30 Prozent besteuert werden.

Damit wird das Geschäft ausländischer Banken mit amerikanischen Kunden unattraktiv gemacht. Die Deutsche Bank und die Hypo-Vereinsbank hätten deshalb die ersten in den USA steuerpflichtigen Kunden aufgefordert, das Wertpapiergeschäft künftig bei einer anderen Bank vorzunehmen, heißt es in der „Süddeutschen Zeitung“. Dies belegten zwei Schreiben, die der Zeitung vorlägen.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

23.12.2011, 08:06 Uhr

Da auch nicht-amerikanische Kunden künftig von der US-Regulierung negativ betroffen sein werden (Steuersatz, Erbschaftsfall), wird man am besten auch auf amerikanische Wertpapiere verzichten.

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23.12.2011, 10:13 Uhr

Das sollten wir Deutsche uns mal erlauben.
US-Banken, die Strafen zahlen, weil sie nicht angeben, welche Deutschen bei ihnen Konten haben.
Wir bezahlen ja sogar die Schweiz dafür, uns diese Informationen unter der Hand zu beschaffen. Warum bezahlen uns die US-Amerikaner nicht dafür? ;)

Account gelöscht!

23.12.2011, 11:00 Uhr

Fangen wir jetzt auch einen Handelskrieg an, wie die Amis wegen der Emissionszertifikate für den Flugverkehr ?

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