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21.08.2013

07:45 Uhr

US-Streitkräfte

1300 Drohnen-Piloten reichen den USA nicht

Der US-Armee mangelt es an Piloten für Kampfdrohnen. Die hohe Anforderungen sind Schuld an der unzureichenden Bewerberzahl, sagt ein Luftwaffen-Oberst. Und er nennt noch einen weiteren Grund für den Engpass.

Der Einsatz von Kampfdrohnen ist international umstritten. Die US-Regierung besteht aber darauf, dass das Vorgehen legal ist. dpa

Der Einsatz von Kampfdrohnen ist international umstritten. Die US-Regierung besteht aber darauf, dass das Vorgehen legal ist.

WashingtonDer zunehmende Einsatz von Drohnen durch die US-Streitkräfte hat zu einem Mangel an Piloten für die unbemannten Kampfflugzeuge geführt. Grund dafür seien neben den hohen Anforderungen auch die mangelnden Aufstiegschancen innerhalb der Armee, schreibt Luftwaffen-Oberst Bradley Hoagland in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Denkfarbik Brookings Institution. Es würden sich einfach nicht ausreichend Soldaten für diese Aufgabe bewerben.

Die Luftwaffe schaffe es derzeit einfach nicht, für ihre Bedürfnisse die ausreichende Zahl an Drohnen-Piloten auszubilden, schreibt Hoagland. Ein Grund dafür sei die unzureichende Bewerberzahl. „Traditionelle“ Piloten hätten viel bessere Entwicklungs- und Aufstiegschancen innerhalb der Armee. Außerdem seien die „operationellen Anforderungen“ an die Lenker der ferngesteuerten Drohnen deutlich gestiegen.

Die US-Luftwaffe zählte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 1300 Drohnen-Piloten, das sind rund 8,5 Prozent aller Piloten. Vier Jahre zuvor lag ihr Anteil noch bei 3,3 Prozent.

Die USA setzen in Pakistan und weiteren Ländern Kampfdrohnen ein, um mutmaßliche islamistische Extremisten zu bekämpfen. Das Vorgehen ist international umstritten. Die US-Regierung besteht aber darauf, dass die Drohneneinsätze legal sind.

Von

afp

Kommentare (8)

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observer

21.08.2013, 09:38 Uhr

#### Was ist anders in Ägypten? #######

Freitag, 16. August 2013 , von Freeman um 17:00

Die aktuellen Geschehnisse in Ägypten und wie der Westen auf das brutale Vorgehen des Militärs gegen die Bevölkerung reagiert, zeigt wieder die Doppelmoral von Amerika und Europa. In Syrien wurden vor zwei Jahren angeblich die Proteste gegen die Regierung mit Gewalt niedergeschlagen. Sofort haben sich die westlichen Regierungen als Verteidiger der Menschenrechte aufgespielt, Präsident Assad wurde als schlimmster Diktator bezeichnet und es wurde die Order herausgegeben, er muss mit Hilfe von bewaffneten Terrorbanden aus dem Ausland gestürzt werden.

Man droht sogar mit einer Militärintervention der NATO. Andererseits, in Ägypten wird zuerst ein Militärputsch gegen die demokratisch gewählte Mursi-Regierung geduldet und jetzt tötet das Militär Tausende Demonstranten die dagegen protestieren. Was hört man vom Westen? Nicht viel. Kein Aufschrei über Menschenrechtsverletzungen und schon gar nicht die Drohung, in Ägypten einmarschieren zu wollen, um das Blutbad zu beenden.


Wo ist der Unterschied? Na klar, der syrische Präsident Assad befolgt nicht die Befehle Washingtons und die aus Tel Aviv, ist deshalb ein böser Diktator der weg muss.


RumpelstilzchenA

21.08.2013, 10:20 Uhr

Fachkräftemangel auf amerikanisch. Ich glaube, man findet eher nicht genug Idioten!!

K.West

21.08.2013, 10:40 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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