Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2012

07:19 Uhr

US-Verteidigungshaushalt

Pentagon muss eine halbe Billion einsparen

Die USA wollen beim Militär eine halbe Billion Dollar einsparen. Weltweit werden Tausende Stellen gestrichen. Auch Deutschland ist betroffen. An den Armee-Standorten beginnt das große Zittern.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta streicht Tausende Stellen dapd

US-Verteidigungsminister Leon Panetta streicht Tausende Stellen

WashingtonDie USA wollen bei den Militärausgaben in den kommenden zehn Jahren fast eine halbe Billion Dollar einsparen. Unter dem Eindruck einer dramatisch tickenden US-Schuldenuhr kündigte Verteidigungsminister Leon Panetta am Donnerstag drastische Ausgabenkürzungen an: „Das ist der Test, ob es bei der Reduzierung des Defizits ums Reden oder Handeln geht.“

Es sollen Tausende Stellen gestrichen, Kampfschiffe stillgelegt und weniger Geld bei der Beschaffung ausgegeben werden. In den kommenden zehn Jahren sollen die Ausgaben um 487 Milliarden Dollar zusammengestrichen werden.

Dennoch betonte Verteidigungsminister Leon Panetta: „Wir wollen weiterhin die stärksten Streitkräfte in der Welt bleiben.“ Die US-Militärs seien weiterhin in der Lage, „jeden Gegner überall und jederzeit“ zu besiegen.

Erstmals seit den Anschlägen vom 11. September 2001 verlangt der Verteidigungsminister nach einem kleineren Haushalt als im Vorjahr. Als Grundetat für das Haushaltsjahr 2013 sollen 525 Milliarden Dollar reichen. Hinzu kämen 88 Milliarden Dollar für Kampfeinsätze wie beispielsweise in Afghanistan.

Die Kürzungen, die laut Panetta in allen 50 Bundesstaaten zu spüren sein werden, dürften zu einer langwierigen Auseinandersetzung zwischen Präsident Barack Obama und dem Kongress über die Grundsatzfrage werden, wie viel den USA die eigene Sicherheit wert ist.

Im Wahljahr dürften die drastischen Kürzungen den Republikanern Gelegenheit bieten, Obama eine Vernachlässigung des Militärs vorzuwerfen. Die Regierung will etwa beim größten Rüstungsprojekt, der Beschaffung des Mehrzweckkampfflugzeugs F-35 von Lockheed Martin, Bestellungen hinauszögern. Gleiches gilt unter anderem für den Kauf von U-Booten.

Die USA setzen damit ihre neue Strategie um, deren Hauptaugenmerk auf Asien und den Nahen Osten gerichtet ist. Dadurch wird der Schwerpunkt auf Luftwaffe und Marine gerichtet, auch wenn sie künftig mit weniger Geld auskommen müssen.

Leidtragende sind das Heer und die Marineinfanterie. Das Heer soll innerhalb von fünf Jahren auf 490.000 Soldaten von 570.000 im Jahr 2010 schrumpfen.

Zugleich werde die amerikanischen Militärpräsenz in Europa drastisch heruntergefahren: Zwei der gegenwärtig vier Brigaden in Europa sollen gestrichen werden, bekräftigte Panetta. Allerdings nannte er keine konkreten Standorte.

Von den Streichungen ist mit Sicherheit Deutschland betroffen, denn dort sind drei der vier europäischen US-Brigaden stationiert. Laut Medienberichten könnte vor allem die 170. Infanteriebrigade in Baumholder (Rheinland-Pfalz) und die 172. Infanteriebrigade in Grafenwöhr (Bayern) betroffen sein.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Zutexter

26.01.2012, 22:54 Uhr

Ob nun 490 Tsd. oder 570 Tsd., die Chinesen haben 1,0 Mio. bester Soldaten, die nicht nur aus dem Hubschrauber Wehrlose jagen können, also für Asien sehe ich da erst mal Schwarz. Ich denke sowieso, daß der Weltpolizei das Geld für die Sirene am Auto fehlt. Wird es da nicht Zeit generell umzudenken? Geht nicht in die Welt, um Anderen den "american way of life" aufzudrücken, dann tut Euch kein Mensch auf dieser Welt etwas, und nehmt einfach Euer eigenes Öl, und sagt nicht dieser oder jener hat A-Waffen wenn es nicht stimmt.(Irak) Ihr wißt doch: "rede nicht falsch Zeugnis wider den Anderen" (zehn Gebote, falls Ihr das vergessen habt).

Account gelöscht!

27.01.2012, 00:14 Uhr

Ich verstehe immer noch nicht, warum das HB diesen Dreck nicht verhindert: White Power Mist + antisemitischer Abfall sollte Tabu sein. Bitte entfernen Sie diesen psychotischen Auswurf baldmöglichst und sperren diesen Protagonisten grundsätzlich!!!
And to the braindead one who´s writing this shit: Go home! We don´t like you, we don´t want you, no one needs you...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×