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24.11.2014

18:06 Uhr

US-Verteidigungsminister tritt zurück

Chuck Hagel hat ausgedient

Verteidigungsminister Chuck Hagel ist von seinem Amt zurückgetreten. Barack Obama soll ihn dazu gedrängt haben. Der US-Präsident traut Hagel nicht zu, die Herausforderungen durch den IS-Terror zu meistern.

Nach Wahlschlappe

US-Verteidigungsminister Hagel tritt zurück

Nach Wahlschlappe : US-Verteidigungsminister Hagel tritt zurück

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WashingtonUS-Verteidigungsminister Charles Timothy „Chuck“ Hagel ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten. Er gilt laut New York Times als erstes Opfer der Wahlschlappe von US-Präsident Barack Obama. Dessen Demokraten bekamen bei den Kongresswahlen einen Denkzettel verpasst – nach ihrem Sieg verfügen die Republikaner in der neuen Legislaturperiode ab Januar auch über die Mehrheit im Senat.

Präsident Barack Obama hat das Gesuch angenommen und den Rücktritt noch am Montag bestätigt. Obama dankte am Montag in Washington dem einzigen Republikaner in seinem Sicherheitsteam für dessen Einsatz für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten.
Obama selbst soll seinen Verteidigungsminister zu dem Schritt gedrängt haben. Wie es heißt, traut Obama dem 68 Jahre alten Hagel nicht zu, mit den neuen Bedrohungen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fertig zu werden.

Der frühere republikanische Senator und Vietnam-Veteran hatte das Amt Ende Februar 2013 als Nachfolger von Leon Panetta übernommen. Er musste nach seinem Amtsantritt mit dem Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan und einem einem gekürzten Militärbudget fertig werden. Durch den IS-Terror und die Ebola-Krise stellten sich nun neue Fragen der nationalen Sicherheit.

In US-Regierungskreisen hieß es, dass Hagel seit Oktober mit dem Präsidenten darüber gesprochen habe, die Regierung nach den Kongresswahlen Anfang November zu verlassen. Bis zur Bestätigung eines Nachfolgers durch den Senat werde der 68-jährige Republikaner das Amt weiter ausüben. Über einen Nachfolger für Hagel wird bereits spekuliert: Ganz oben auf der Liste stehen die Namen Michèle Flournoy, Jack Reed und Ashton B. Carter.

Jeder Kandidat muss mit einem schwierigen Bestätigungsverfahren im US-Senat rechnen; die oppositionellen Republikaner haben nach ihrem Wahlsieg dort von Januar an eine Mehrheit.

Kommentare (2)

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Herr Paul Mueller

24.11.2014, 15:58 Uhr

Der mit dem goldenem Löffel im Mund gebohrene Obama sollte erst mal beweisen, das er IS, und nur IS, wirklich bekämpfen will. Als von 1980 bis 1989 der Warschauer Pakt in Afghanistan intervenierte, unterstützte das Land des mit Sponsorengeldern von Rüstungsfirmen gewählten Obama die IS noch.

Account gelöscht!

24.11.2014, 20:00 Uhr

Seit Oktober will Hagel den Verlierer Obama verlassen.

Daß Obama dies nun darstellt, als hätte er selbst Hagel letzte Woche zum Rücktritt gedrängt, spricht dem verbliebenen Ansehen und allen Tatsachen Hohn.

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