Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2005

20:19 Uhr

US-Vize-Präsident

Iran führt laut Cheney die Liste potenzieller Krisenherde an

Der Iran führt nach Aussage von US-Vize-Präsident Dick Cheney die von der US-Regierung aufgestellte Liste potenzieller Krisenherde an. Außerdem äußerte Cheney am Donnerstag Bedenken, Israel könnte die Atomanlagen des Landes angreifen, um „jede von Teheran ausgehende atomare Gefahr zu eliminieren.“

HB WASHINGTON. „Wenn man sich die potenziellen Krisenherde in der Welt anschaut, steht der Iran ganz oben auf der Liste“, sagte Cheney in einem MSNBC-Interview. Die USA wünschten keinen Krieg im Nahen Osten, wenn sie ihn vermeiden könnten, fügte er hinzu. Die USA werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist dies jedoch zurück und argumentiert, das Atomprogramm des Landes diene rein friedlichen Zielen. Seiner Meinung nach sei es am Besten, wenn die Situation diplomatisch gelöst werden könne, sagte Cheney, warnte jedoch vor einem Militärschlag Israels.

„In Anbetracht der Tatsache, dass der Iran eine spezielle Politik verfolgt, deren Ziel die Zerstörung Israels ist, ist es gut möglich, dass Israel sich entscheidet, als Erstes zu handeln und dem Rest der Welt anschließend die Beseitigung des diplomatischen Chaos' überlässt“, sagte Cheney.

Zuvor hatte der iranische Präsident Mohammad Chatami gewarnt, der Iran werden nicht zögern, Raketen auf Israel abzufeuern, sollte das Land die Atomanlagen der Islamischen Republik angreifen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×