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29.02.2012

06:51 Uhr

US-Vorwahlen

Mitt Romney besteht die Bewährungsprobe

VonNils Rüdel

Mitt Romney hat im Präsidentschaftswahlkampf seinen Favoritenstatus zurückerobert. Bei den Vorwahlen der Republikaner in Michigan und Arizona holte er wichtige Siege. Der Wahlkampf war ein neuer Tiefpunkt. 

Romney gewinnt in Michigan

Video: Romney gewinnt in Michigan

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WashingtonGut für Rick Santorum, dass er diese Demütigung nicht direkt mitbekam. Es war ungefähr in der Mitte seiner Dankesrede an die Fans, die wie eine Siegesrede klang, als die großen US-Nachrichtensender die Übertragung unterbrachen. Sie meldeten das vorläufige Endergebnis der Vorwahl im Bundesstaat Michigan: Niederlage für Santorum, Sieg für den Rivalen Mitt Romney. Die Episode über seine 93-jährige Mutter, die Santorum gerade angeschnitten hatte, bekamen die Zuschauer nicht mehr mit.

Es war knapp, aber am Ende zählt das Ergebnis: Mit 41 Prozent der Stimmen in Michigan und 47 in Arizona, wo am Dienstag ebenfalls gewählt wurde, ist Romney im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner der Sieger des Abends. Sein derzeit schärfster Konkurrent Santorum holte nach Auszählung der meisten Stimmen 38 Prozent in Michigan und nur 26 in Arizona. Die beiden übrigen Kandidaten, Ron Paul (12 und 8 Prozent) und Newt Gingrich (7 und 16), landeten weit dahinter. Sie hatten in den beiden Bundesstaaten allerdings kaum Wahlkampf gemacht.

Damit hat Romney seinen Favoritenstatus im Rennen zurückerobert und eine drohende Katastrophe abgewendet: Eine Niederlage in Michigan, dem Bundesstaat, in dem Romney aufgewachsen ist und in dem sein Vater in den 60er Jahren Gouverneur war.

Während Arizona weitgehend unumstritten war, hatte es in Michigan zwischendurch so ausgesehen, als könnte der erzkonservative Santorum mit seinem auf religiöse Themen setzenden Wahlkampf und mit seinen Attacken auf Romney am Ende vorne liegen. „Hätte Romney verloren, wäre in der Partei endgültig Panik ausgebrochen“, sagte Steve Schmidt, Parteistratege der Republikaner, am Abend im TV-Sender MSNBC.

Denn der Kampf um die Stimmen der Partei ist so hart und gleichzeitig verworren wie selten: Da ist Romney, der Ex-Gouverneur und Multimillionär, dem zwar die besten Chancen gegen Barack Obama eingeräumt werden – den die Parteirechten aber nicht mögen, weil er ihnen zu moderat erscheint. Und da sind die Rivalen, erst Newt Gingrich, dann Santorum, die sich als konservative Hardliner empfehlen und dafür mit den Stimmen der Evangelikalen und der Tea Party belohnt werden.

Kommentare (5)

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29.02.2012, 08:02 Uhr

Es ist genau so schlimm, dass dieser Mensch im Wahlkampf ist, wie es schlimm ist, dass Obama mit seiner gelddruckenden FED noch Macht hat.

Ich wuerde sagen "Der Wilde Westen" hat endgueltig ausgedient und wir sollten uns Asien und Indien zuwenden - da liegt die Zukunft und nicht nur ein Profit-, Schulden- und Machtsumpf wie in den USA. Die USA sind wie Griechenland - einfach nur pleite und ein Mitt Romney will noch mehr daran arbeiten.

Account gelöscht!

29.02.2012, 09:42 Uhr

Die Amis tun mir ehrlich gesagt nur noch Leid wenn ich mir dieses MEdienspektakel und diese absurden Schauspieler ansehe die wirklich an Verarschung nicht mehr zu überbieten sind.

Wir haben als Lügner und Betrüger in der Regierung wenigstens schlechte Schauspieler und totale HAckfre**en aber dort? Da sind Hütchenspielerbanden und Drogenbosse absolute Milchbubis gegen.

LLW

29.02.2012, 11:03 Uhr

Die USA zu kritisieren und seine eigene vermeintlich moralische Überlegenheit hervorzuheben ist in Europa leider sehr beliebt.

Aber vielleicht sollten wir doch erst vor unserer eigenen Haustüre kehren. Schließlich kann in den USA das Volk, anders als in Deutschland, seinen Oberhaupt wählen und wenn man die demokratischen Strukturen der USA gar mit der der EU vergleicht, geht die USA leider klar als Sieger hervor (was bei der undemokratischen EU allerdings auch keine Kunst ist).

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