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11.04.2012

03:33 Uhr

US-Vorwahlen

Santorum gibt auf - Obama attackiert Romney

Der erzkonservative Kandidat Rick Santorum überlässt Favorit Mitt Romney den Vortritt. Doch der Kampf um das Weiße Haus geht ohne Verschnaufpause weiter. Dafür hat Obamas Team gesorgt.

Der ehemalige US-Senator Rick Santorum steigt aus dem Präsidentschaftsrennen aus. AFP

Der ehemalige US-Senator Rick Santorum steigt aus dem Präsidentschaftsrennen aus.

GettysburgEs war ein sauber vorbereiteter Abgang. Rick Santorum informierte seine Helfer, den Chef der US-Republikaner Reince Priebus, auch der schärfte Rivale Mitt Romney bekam einen Anruf. Dann trat Santorum am Dienstagnachmittag in Gettyburg, Pennsyvania, vor die Presse und ließ die Bombe platzen: „Wir werden heute unsere Kandidatur ruhen lassen“, sagte er, ohne konkrete Gründe zu nennen.

Nach Monaten erbitterten Kampfes scheint der Vorwahlkampf der Republikaner um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten nun entschieden. Mit dem Abritt des erzkonservativen und strenggläubigen Ex-Senators ist nun der Weg für den mit großem Abstand führenden Multimillionär Romney frei.

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Der US-Vorwahlkampf scheint nach Santorums Abtritt beendet, doch es bleiben tiefe Wunden zurück.

Bereits kurz nach der Abschiedsrede des Ex-Senators fuhr Amtsinhaber Barack Obama am Dienstag schweres Geschütz gegen seinen wahrscheinlichen Herausforderer auf. „Je mehr die Amerikaner von Mitt Romney sehen, desto weniger mögen sie ihn und desto weniger vertrauen sie ihm“, heißt es in einer von Obamas Wahlkampfteam an Unterstützer verschickten E-Mail.

Die übrigen Bewerber, Newt Gingrich und Ron Paul, liegen abgeschlagen zurück. Santorum lag im bisherigen Vorwahlkampf an zweiter Stelle und war mit erzkonservativen Thesen zum überraschenden Shooting-Star und aussichtsreichsten Herausforderer Romneys aufgestiegen.

Bei Gering- und Normalverdienern, Menschen ohne höheren Bildungsabschluss, der einflussreichen Tea-Party-Bewegung und den Anhängern der Republikaner, die sich als Evangelikale und wiedergeborene Christen bezeichnen, kam der Vater von sieben Kindern gut an. Obwohl Romney vier Mal mehr Geld etwa in den Wahlkampf in Ohio steckte, konnte Santorum überraschend lange mithalten. Er schaffte es aber nicht, sich die Unterstützung über seine Kernklientel hinaus zu sichern.

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Möglicherweise hat Santorums Rückzug auch mit seiner Familie zu tun: Sein jüngstes Kind leidet unter einem seltenen genetischen Defekt und war am Wochenende in eine Klinik gebracht worden.

Nach der bitteren Dreifach-Niederlage im Vorwahlkampf in Wisconsin, Maryland und der Hauptstadt Washington vor einigen Tagen hatten sich die Hoffungen lange auf Santorums Heimatstaat Pennsylvania gerichtet. Dort sollte am 24. April der entscheidende Showdown in dem seit Anfang des Jahres laufenden Abstimmungsmarathon anstehen.

Doch in Umfragen hatte Santorum seinen einst komfortablen Vorsprung bereits abgeben müssen. Am 24. April wird in fünf Staaten im Nordosten der USA abgestimmt, darunter New York und Conneticut.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

10.04.2012, 20:43 Uhr

an die Handelsblatt Redaktion:

"...haben wegen schwacher Wahrergebnisse bislang geringe Chancen,..."

sollte wohl Wahlergebnisse heißen

"...dem TV-Sender ABC in Auftrag gegeben Befragung..."

und hier sollte es wohl gegebenen heißen

Ich nehme für mich als Privatperson nicht in Anspruch sämtliche Feinheiten der deutschen Rechtschreibung zu beherrschen. Doch solche lapidaren Fehler sollte man als Unternehmen, welches sein Geld mit dem Schreiben von Artikeln bestreitet, vor dem Upload mithilfe eines Rechtschreibprogramms beseitigen.

Account gelöscht!

10.04.2012, 20:50 Uhr

Herzlichen Dank für den Hinweis.

MIRO

10.04.2012, 20:58 Uhr

...an Johannes

Danke!Habe mich in der Vergangenheit schon oft über Rechtschreibfehler in den Artikeln des HB geärgert.
Für eine Zeitung, bzw.Redaktion die über eine gewisse
Reputation in Sachen Rechtschreibung der deutschen Sprache haben sollte, ein schwaches Zeugnis.

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