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14.03.2012

04:47 Uhr

US-Vorwahlen

Sieg für Rick Santorum in den Südstaaten

Bei den US-Vorwahlen der Republikaner in den Südstaaten steckt der Favorit Mitt Romney eine Schlappe ein. Der konservative Rick Santorum gewinnt in Alabama und Mississippi. Newt Gingrich überrascht.

Der Republikaner Rick Santorum dapd

Der Republikaner Rick Santorum

Washington / Birmingham Rick Santorum hat bei den Vorwahlen den heiß umkämpften Südstaat Alabama gewonnen. Der ehemalige Senator des Staates Pennsylvania lag deutlich vor seinen Rivalen Newt Gingrich und dem Favoriten für den Nominierungsparteitag der Republikaner im August, Mitt Romney. Nach Auszählung von knapp zwei Drittel der Stimmen führte Santorum mit 35 Prozent vor Gingrich, der 30 Prozent der Stimmen erhielt. Romney belegte abgeschlagen mit nur 28 Prozent Platz drei.

Im Staat Mississippi habe Santorum ebenfalls gesiegt. Das prognostizierten die Fernsehsender Fox News und CNN am Dienstagabend. Damit konnte er im parteiinternen Rennen um die Kandidatur fürs Weiße Haus einen wichtigen Doppelsieg gegen seine Kontrahenten erringen. Sowohl der Multimillionär Mitt Romney als auch der Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich lieferten sich mit Santorum in beiden Südstaaten einen erbitterten Dreikampf. Am Ende kamen sie nur wenige Prozentpunkte hinter ihm ins Ziel. Der Abgeordnete Ron Paul war dagegen in beiden Staaten deutlich abgeschlagen.

Mitt Romney Reuters

Mitt Romney

Santorum wollte mit einem Sieg beweisen, dass der aus dem Nordosten der USA stammende Romney unter evangelikalen Christen, von denen viele im zutiefst konservativen Süden leben, nicht auf ausreichend Unterstützung zählen kann. Vielen Konservativen ist Romneys Haltung gegenüber sozialen Fragen wie Abtreibung oder Homosexuellen-Ehe zu liberal. Die sogenannten wiedergeborenen oder evangelikalen Christen dominierten auch die Abstimmungen am Dienstag. Vier von fünf Wählern zählten sich bei einer Befragung selbst zu einer dieser Gruppen.

Die Vorwahlen am Dienstag könnten vor allem darüber entscheiden, ob Gingrich weiter im Rennen bleibt oder das Handtuch werfen muss. Dagegen wollte der religiös ausgerichtete Santorum die Abstimmungen in den konservativen Südstaaten nutzen, um zu Romney aufzuschließen.

Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich AFP

Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich

Am Dienstag standen auch Vorwahlen im Staat Hawaii sowie im US-Territorium Amerikanisch Samoa an, bei denen zusammen 29 Delegierte auf dem Spiel stehen. Mit Ergebnissen wurde aber wegen der Zeitverschiebung erst am Vormittag (MEZ) gerechnet. In Mississippi und Alabama geht es um 90 Delegiertenstimmen für den Republikaner-Parteitag im August. Um dort zum Gegenkandidaten von US-Präsident Barack Obama bei den Präsidentenwahlen im November aufgestellt zu werden, muss ein Bewerber mindestens 1144 Delegierte sammeln. Romney hat nach einer CNN-Hochrechnung seit Beginn der Vorwahlen im Januar 420 auf seiner Seite. Santorum kommt auf 201 und Gingrich auf 114. Paul hat demnach 66.

Kommentare (1)

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14.03.2012, 06:24 Uhr

Wird dieser Mensch Präsident, dann Gute Nacht! Dann muss jeder an die Bibel glauben, ob er will oder nicht! Evolutionslehre wird verboten und ebenso Abtreibung und Verhütungsmittel. Na ja - dann fehlt nur noch, daß Kriege um den richtigen Glauben geführt werden und die USA endgültig mit dem Brett vor dem Kopf herumlaufen. Spinnen die denn Alle dort drüben? Es wird doch ein Präsident gewählt und nicht ein Bischof!

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