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07.01.2016

19:37 Uhr

US-Vorwahlen

Trump irritiert mit Europa-Tweet

Mit Vorliebe pöbelt der US-Milliardär Donald Trump gegen Einwanderer. Durch Sachkenntnis zeichnet er sich eher selten aus, wie sein jüngster Twitter-Beitrag zeigt. Dass Trumps Ton schriller wird, hat einen simplen Grund.

Verbal-Attacken gegen Migranten: Donald Trump im republikanischen Vorwahlkampf. Reuters

U.S. Republican presidential candidate Trump speaks at a campaign rally in Nashua

Verbal-Attacken gegen Migranten: Donald Trump im republikanischen Vorwahlkampf.

Seinen Tiraden gegen Muslime und mexikanische Einwanderer haben ihn an die Spitze der Kandidatenliste für republikanische Präsidentschaftsbewerber getragen - mangelnde Sachkenntnis haben der Popularität von Donald Trump in den USA bislang keinen Abbruch getan.

Dabei hat der Immobilien-Magnat in seinen jüngsten Äußerungen auf Twitter offenbar Frankreich und Deutschland verwechselt. „Mann in Pariser Polizeistation erschossen. Höchste Terrorwarnstufe wurde ausgerufen. In Deutschland herrscht ein einziges Durcheinander“. Seine Tweet beendete mit der Aufforderung: „Werdet schlau!"

Zuvor hatte Trump bereits versucht, die sexuellen Übergriffe in Köln in der Silvesternacht für den Vorwahlkampf in seiner Partei zu nutzen. Deutschland erlebe Attacken auf seine Bevölkerung von Migranten, die ins Land gelassen wurden, schrieb der Immobilien-Magnat auf seinem Twitter-Account. „Denkt nach!“, forderte er seine Follower auf. Seine eigenen Ratschläge scheint der selbstbewusste Milliardär allerdings selten zu beherzigen.

Trump verdankt seine Popularität bei den Wählern der Republikaner auch seinem harten Kurs gegen Einwanderer. So hatte er in der Vergangenheit in den USA lebende Mexikaner pauschal als Vergewaltiger bezeichnet. Zudem sprach er sich nach dem Anschlag im kalifornischen San Bernadino für ein Einreiseverbote für Muslime aus.

Eine echte Bewährungsprobe für den Führenden im republikanischen Vorwahlkampf steht jedoch erst an: Am 1. Februar beginnt mit den Vorwahlen in Iowa die heiße Phase des Kampfs um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner.

Kein Wunder also, dass Trumps Töne immer schriller werden: Eine Petition in Großbritannien hatte erreicht, dass sich das britische Parlament mit einem Einreisverbot gegen Trump diskutieren muss. Ein Sprecher des Milliardärs sagte nun der Nachrichtenagentur AFP, Trump werde im Falle eines Einreiseverbotes geplante Investitionen in Höhe von 700 Millionen Pfund (950 Millionen Euro) sofort zurückziehen und auch alle zukünftigen Investitionen streichen.

Von

jbl

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