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09.10.2012

21:28 Uhr

US-Wählergunst

US-Präsident Obama hat Führung verloren

Die Fernsehdebatte hat dem schon totgesagten Herausforderer Romney einen Schub gegeben. Er konnte in Umfragen zulegen und liegt nun mit Amtsinhaber Obama gleichauf. Zwei weitere Umfragen sehen Romney sogar vor Obama.

Auch wenn Romney in Umfragen zulegen konnte, diese Frau würde weiterhin Obama wählen. Reuters

Auch wenn Romney in Umfragen zulegen konnte, diese Frau würde weiterhin Obama wählen.

Washingtonn dagegen Einen Monat vor der US-Präsidentenwahl ist das Rennen wieder völlig offen. Der republikanische Bewerber Mitt Romney zog gleich in zwei nationalen Wählerbefragungen am bislang führenden Amtsinhaber Barack Obama vorbei. Eine am Dienstag veröffentlichte Gallup-Umfrage zeigt Romney mit 49 zu 47 Prozent vor dem Präsidenten. Auch eine Erhebung des Pew Research Center hatte einen Vorsprung für den Republikaner ergeben. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage von Reuters/Ipsos kamen beide Kandidaten dagegen auf 45 Prozent.

In der Vorwoche hatte Obama beim ersten TV-Rededuell der beiden Kandidaten nach Ansicht vieler Kommentatoren überraschend unmotiviert gewirkt und Romney das Feld überlassen.

Romney nutzt die Wählerstimmung für eine massive Kampagne im möglicherweise wahlentscheidenden Staat Ohio: In dieser Woche macht er hier gleich an vier Tagen Wahlkampf. Auch Obama hielt sich am Dienstag in dem „Swing State“ auf. In einem neuen TV-Werbespot mit „Big Bird“ aus der „Sesamstraße“ macht sich das Obama-Lager zugleich über Romneys Sparprogramm lustig.

In der Gallup-Befragung legte Romney um zwei Prozentpunkte zu. Das Institut hatte zwischen dem 2. und 8. Oktober Bürger befragt, die voraussichtlich ihre Stimme abgeben werden. In der am Montag veröffentlichten Pew-Umfrage kam der Ex-Gouverneur von Massachusetts ebenfalls auf 49 Prozent. Für Obama würden nur 45 Prozent der Befragten stimmen. Auch andere Umfragen deuteten auf wachsenden Zuspruch für Romney hin.

Allerdings sind die Werte derart knapp, dass die Abstände zwischen den beiden Kandidaten im Bereich des statistischen Irrtums liegen. Alles deutet darauf hin, dass es am 6. November ein extrem spannendes Rennen geben wird.

So wertete auch die „Washington Post“ die Pew-Umfrage zwar als gewaltigen Motivationsschub für das Romney-Lager. Die Hauptstadt-Zeitung warnte aber zugleich: Vor acht Jahren lag der demokratische Bewerber John Kerry nach der Fernsehdebatte in Umfragen klar vorn. Am Ende machte aber der Amtsinhaber George W. Bush das Rennen. Zudem haben zwei Drittel (62 Prozent) der Wahlberechtigten laut Umfragen Zweifel, ob Romney seine Versprechen auch tatsächlich halten kann.

Etappen im Duell Obama/Romney

2. November

Letztmalig vor dem Urnengang werden Arbeitslosenzahlen veröffentlicht

6. November

Präsidentschaftswahl

20. Januar 2013

Vereidigung des Präsidenten

Obama rief seine Anhänger zum entschlossenen Endspurt auf und gab sich bei einem Essen mit Wahlkampf-Spendern in San Francisco kampfbereit. "Ich bin sehr entschlossen, die Wahl zu gewinnen", sagte der Präsident vor etwa 100 Leuten, von denen jeder 20.000 Dollar gespendet hatte. Er könne das Präsidialamt aber nur verteidigen, wenn die Demokraten in den verbleibenden Wochen konsequent kämpften.

Damit steigt der Druck auf Vize-Präsident Joe Biden, bei seiner Debatte mit dem republikanischen Konkurrenten Paul Ryan am Donnerstag die Initiative zurückzugewinnen. Für die Demokraten ist das nicht ohne Risiko, denn Biden ist wiederholt in Fettnäpfchen getreten.

Obamas größtes Manko wiederum ist der Zustand der Wirtschaft. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gehen davon aus, dass der Demokrat kein Rezept für den Aufschwung hat.

Der Herausforderer Romney nimmt zunehmend die als zu zögerlich kritisierte Außenpolitik Obamas ins Visier. In einer außenpolitischen Grundsatzrede forderte Romney mehr Druck auf den Iran und bekräftigte den globalen Führungsanspruch der USA. „Das 21. Jahrhundert kann und muss ein amerikanisches Jahrhundert sein“, sagte Romney. Der in der Außenpolitik bislang wenig erfahrene Republikaner sprach sich energisch gegen Einsparungen im US-Militärhaushalt aus. Präsident Obama habe in der Außenpolitik versagt. Die als liberal geltende „Washington Post“ bescheinigte dem Herausforderer, seine Kritik an Obamas Reaktion auf den Arabischen Frühling sei „stimmig und kraftvoll“.

Romney warb auch für eine stärkere Bewaffnung syrischer Rebellen. Die USA müssten gemeinsam mit ihren Partnern sicherstellen, dass die demokratische Opposition notwendige Waffen erhalte, um gegen die militärische Übermacht von Machthaber Baschar al-Assad vorzugehen, sagte der Republikaner vor dem Virginia Military Institute in Lexington. Allerdings forderte Romney nicht, dass die USA selbst Waffen liefern sollten.

Kommentare (2)

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die-geschichte-der-einfuehrhilfe

09.10.2012, 22:35 Uhr

manager-bunnys!

superson-ic-Y

09.10.2012, 23:52 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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