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06.11.2012

06:28 Uhr

US-Wahl

Investoren hoffen auf ein Ende der Blockade

VonNils Rüdel

Steigende Kurse gleich gute Stimmung gleich Wiederwahl: Glaubt man Statistikern, wird Präsident Obama die Wahl gewinnen. Doch letztlich ist den Märkten das egal – Hauptsache, das größte Problem wird endlich angepackt.

Anhänger von US-Präsident Barack Obama. AFP

Anhänger von US-Präsident Barack Obama.

New YorkOhio, Wisconsin, Colorado – in einer letzten Kraftanstrengung durchkreuzen Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney die umkämpften unentschlossenen „Swing States“. Aus Florida berichten entnervte Wähler, sie hätten alle halbe Stunde mindestens einmal Kontakt mit den Kampagnen – per E-Mail, als Anruf oder per Werbespot.

Jeder Wähler zählt, die Wahl ist so knapp wie selten. Unmöglich, aus den Umfragen herauszulesen, wer am Dienstag wahrscheinlich gewinnen wird. Wer es doch wissen will, konsultiert am besten eine Glaskugel. Oder die Börsen.

Denn hier gibt es gute Nachrichten für Obama, glaubt man einer Studie des Think Tanks Socionomic Institute und der Unis Emory und Cambridge. Demnach wurden in der Vergangenheit meist jene Präsidenten wiedergewählt, in deren Amtszeit die Aktienmärkte zugelegt hatten. Umgekehrt hatten jene Kandidaten schlechte Karten, in deren letzten drei Jahren im Weißen Haus die Kurse gefallen waren. Somit müsste Obama gewinnen: Zwischen Oktober 2009 und Oktober 2012 ist der Dow Jones um 34,8 Prozent gestiegen.

Romneys Top-Spender

Platz 1

Goldman Sachs: 0,99 Millionen US-Dollar

Platz 2

Bank of America: 0,92 Millionen US-Dollar

Platz 3

Morgan Stanley: 0,83 Millionen US-Dollar

Platz 4

JP Morgan Chase & Co.: 0,79 Millionen US-Dollar

Platz 5

Credit Suisse: 0,62 Millionen US-Dollar

„Der beste Indikator für die Wiederwahlchancen, den wir finden konnten, ist der prozentuale Anstieg der Aktienmärkte“, sagte Deepak Goel vom Socionomic Institute und einer der Autoren der Studie, dem TV-Sender NBC. So sei etwa der Demokrat Bill Clinton 1996 mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt worden – der Dow legte in Clintons Amtszeit um knapp 63,8 Prozent zu.

Obamas Top-Spender

Platz 1

University of California: 1,08 Millionen US-Dollar

Platz 2

Microsoft: 0,76 Millionen US-Dollar

Platz 3

Google: 0,74 Millionen US-Dollar

Platz 4

US-Regierung: 0,62 Millionen US-Dollar

Platz 5

Harvard University: 0,60 Millionen US-Dollar

Umgekehrt wurde Herbert Hoover von der Republikanischen Partei im Jahr 1932 förmlich aus dem Amt gejagt. Bilanz des wichtigsten Aktienindex: minus 77,3 Prozent. Es gehe darum, „wie sich die Leute fühlen“, so Co-Autor Robert Prechter, und die Aktienmärkte gäben die Stimmung im Land wieder.

Kommentare (8)

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puenktli

06.11.2012, 08:02 Uhr

Die Börse ist eine Sache. Die Zahl der Arbeitslosen eine andere. Da hat bisher jeder Präsident verloren, der die Zahlen vorwies, die Obama hat. Alles also offen

Domenq

06.11.2012, 08:10 Uhr

Eklatante Begriffsverwirrung!

Der "Investor" investiert selbst; der "Investor" wartet nicht darauf, dass andere investieren.
Es ist der "Anleger", der darauf wartet, dass andere investieren und riskieren, damit er davon profitieren kann.

Account gelöscht!

06.11.2012, 08:11 Uhr

Das alles ist doch an Scheinheiligkeit und Dummheit nicht mehr zu übertreffen. Die USA sind längst komplett Pleite und haben teilweise Zustände wie sie nicht mal in Griechenland herrschen. Mit einem kleinen Unterschied zu Griechenland, verarschen die USa den kompletten Erdball noch mit der Streuuung Ihrer wertlosen Dollars.

Ich empfehle jedem mal zu googln und die US Geldmengenvermehrung anzuschauen seit 2007. Wer diese Statistik erst mal gesehen hat, der wird nicht nur staunen sondern sich fragen wie das möglich ist und einen Shock bekommen.

In Kombination mit den Aktienmärkten und diesem idiotischen Präsidentengetue der ohnehin nichts beeinflusst und es völlig egal ist wer dort gewinnt, setzt das allem noch die Krone auf. Das ist als würden sich die Griechen jetzt Gedanken darüber machen ob es nicht besser wäre Alice im Wunderland um Rettung ihres Landes anzubeten.

Aber was sage ich da...in Deutschland glaubt man unter der Parteiendiktatur CDUSPDGRRÜNEFDP schliesslich auch, man würde wählen gehen.

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