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10.04.2017

11:01 Uhr

US-Wahl

Russischer Hacker in Spanien festgenommen

Auf dem Flughafen von Barcelona ist ein russischer Informatiker verhaftet worden. Er wurde per Haftbefehl gesucht und steht im Verdacht, an der Manipulation der Präsidentschaftswahlen in den USA beteiligt gewesen zu sein.

Ein russischer Informatiker ist in Spanien festgenommen worden. Er wird verdächtigt, die Wahlen in den USA zugunsten Donald Trumps beeinflusst zu haben. Außerdem soll er die Welt mit Spam überschwemmt haben. Reuters, Sascha Rheker

Die Welt der Hacker

Ein russischer Informatiker ist in Spanien festgenommen worden. Er wird verdächtigt, die Wahlen in den USA zugunsten Donald Trumps beeinflusst zu haben. Außerdem soll er die Welt mit Spam überschwemmt haben.

Spanische Behörden haben in Barcelona einen mutmaßlichen russischen Hacker festgenommen. Nach einem Bericht von „Zeit online“ wird Piotr Lewatschow vorgeworfen, an einer Kampagne zur Beeinflussung des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 beteiligt gewesen zu sein. Seine Frau Maria Lewatschow sagte dem russischen Sender „Russia Today“, die Ermittler hätten ihr gesagt, dass ein „Virus, der anscheinend von meinem Mann erstellt worden ist, in Verbindung mit dem Wahlsieg des heutigen US-Präsidenten Donald Trump stehe.

Weder die spanische Polizei noch das russische Konsulat oder das amerikanische Justizministerium haben diese Vorwürfe bestätigt. Die russische Botschaft in Madrid hat lediglich die Festnahme des Informatikers bestätigt.

Die amerikanischen Geheimdienste haben Russland vorgeworfen, die US-Wahlen im November zugunsten von Donald Trump beeinflusst zu haben. Der amerikanische Kongress untersucht darüber hinaus Verbindungen zwischen Russland und Trump während dessen Wahlkampf.

Russische Offizielle, darunter auch Präsident Wladimir Putin, haben wiederholt bestritten, dass Russland versucht hat, die Wahlen zu beeinflussen.

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Nach einem Bericht von „Süddeutsche.de“ ging es bei der Festnahme aber möglicherweise gar nicht um Hack gegen die amerikanischen Demokraten, sondern um einen großangelegten Betrug. Dafür spreche, dass der Verdächtige bislang in einem eher unpolitischen Feld in Erscheinung getreten sei: Spam-E-Mails. Brian Krebs, Fachjournalist für die Szene russischer Internet-Betrüger, sehe den Festgenommenen als einen der schlimmsten Spammer der Welt an. Er sei seit mehr als einem Jahrzehnt aktiv und Hintermann großer Botnetze aus gekaperten Computern, über die Unmengen unerwünschter Werbemails an Internetnutzer in der ganzen Welt versandt wurden und werden.

Kommentare (1)

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Novi Prinz

10.04.2017, 12:38 Uhr

Ein Hacker ??? der nicht weiß, dass man ihn sucht ??

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