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05.11.2012

17:32 Uhr

US-Wahl

Warum Romney nicht George Bush ist

VonNils Rüdel

Die wenigsten Deutschen rechnen damit, noch weniger würden es sich wünschen - und doch ist es gut möglich, dass der nächste US-Präsident Mitt Romney heißt. Aber keine Angst: Die Welt geht deshalb nicht unter.

Obamas Rivale Mitt Romney gilt bei vielen als typischer Republikaner. AFP

Obamas Rivale Mitt Romney gilt bei vielen als typischer Republikaner.

New YorkEs wäre untertrieben zu sagen, Mitt Romney habe in Deutschland einen schweren Stand. Nur drei Prozent würden ihn zum Präsidenten wählen, so eine aktuelle Umfrage. Sensationelle 91 Prozent würden dagegen für Barack Obama stimmen.

Vielen gilt Romney als typischer Republikaner, der Amerika in eine gottesfürchtige und schießwütige Nation zurückverwandeln würde. Oft wurde ihm auch noch Dummheit unterstellt, wie die Häme über seine Pannen im Wahlkampf zeigt. „Für die meisten Europäer wäre die Wahl von Mitt Romney ein Schock“, schrieb SPD-Außenexperte Niels Annen in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. George W. Bush lässt grüßen.

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In seinem Wahlkampf verkauft sich Romney gerne als Vorstandschef.

Nun ist es aber sehr gut möglich, dass Romney trotzdem morgen die Wahl gewinnt. In dem selten knappen Rennen geht es nur noch um wenige unentschlossene Wähler. Zeit also, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass der nächste Präsident der Vereinigten Staaten Mitt Romney heißt.

Dazu gibt es zwei gute Nachrichten: Romney ist nicht Bush. Und es hätte noch schlimmer kommen können. 

Wer aber ist Romney und was will er? Die Frage ist komplizierter als sie klingt. Selbst erfahrene Beobachter der amerikanischen Politik stehen vor einem Rätsel. Der Kandidat hatte schon einmal so ziemlich jede Position inne – nur um später dagegen zu sein, wenn es für ihn politisch zuträglich schien.

Vielleicht kommt man eher einen Schritt weiter mit der Frage, wer Romney nicht ist. Dazu lohnt sich ein kurzer Rückblick auf den fast schon wieder vergessenen Vorwahlkampf der Republikaner, als sich der Kandidat gegen ein wahres Gruselkabinett an Konkurrenten durchsetzen musste.

Kommentare (20)

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Charly

05.11.2012, 18:26 Uhr

Es gibt schon wieder Pressemeldungen über Wahlbehinderungen durch Republikaner in Florida.

Wer ernsthaft propagiert, dass dieser Typ ein seriöser Kandidat sei, der disqualifiziert sich doch selber.

Der einzige Vorteil wäre, dass AmiLand noch schneller den Bach runter geht.

Skeptiker

05.11.2012, 18:53 Uhr

Schon wahr: wie in allen westlich geprägten Mickymaus-Demokratien ist es auch in den USA völlig egal, wer regiert. Die Macht haben ohnehin andere.

Account gelöscht!

05.11.2012, 18:58 Uhr

Kommunisten können nichts "erschaffen". Sie können nur Schulden machen und das Vorhandene verbrauchen und auf "Pump" weitermachen bis alles zusammenbricht unter der Krise. Sie enteignen diejenigen, die etwas haben - bereichern sich selbst damit - und füttern damit ihre Wähler in der sozialen Hängematte.

Mehr können sie nicht.

Mitt Romney for president !

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