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29.08.2012

07:40 Uhr

US-Wahlen 2012

Republikaner küren Romney zu Obamas Herausforderer

Romney ist fast am Ziel seiner Träume. Die US-Republikaner machten ihn offiziell zum Präsidentschaftskandidaten. Jetzt gibt es auf seinem Weg nur noch eine Hürde: Amtsinhaber Barack Obama. Die Wahlschlacht ist eröffnet.

Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner Mitt Romney und seine Frau Ann. Reuters

Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner Mitt Romney und seine Frau Ann.

TampaDie US-Republikaner haben den Multimillionär Mitt Romney offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt. Damit tritt der ehemalige Gouverneur von Massachusetts bei der Wahl am 6. November definitiv gegen den Amtsinhaber Barack Obama an.

Eine klare Mehrheit der rund 2000 Delegierten sprach sich am Dienstagabend bei dem Parteitag der Konservativen in Tampa in Florida für den 65-Jährigen aus, der damit im zweiten Anlauf um die Kandidatur seinen bisher größten politischen Erfolg erzielte. Vor vier Jahren noch war er Senator John McCain unterlegen, der letztlich gegen Obama verlor.

Doch Romney Krönung zum Obama-Herausforderer gelang nicht ganz ohne Zwischenfälle, es wurden auch innerparteiliche Konflikte sichtbar. Es kam zu turbulenten Szenen und offenen Protesten. Gestört wurde das Bild der einmütigen Kandidatenkür durch den texanischen Kongressabgeordneten Ron Paul, der trotz seiner aussichtslosen Position in den Vorwahlen bis zuletzt an seiner Bewerbung festgehalten hatte. Paul versammelt mit seiner Vision eines Minimal-Staates eine treue Anhängerschaft hinter sich, bei der Abstimmung erhielt er die Unterstützung von 190 Delegierten.

Romney und das Parteiestablishment hatten im Vorfeld der "Convention" aber verhindert, dass Delegiertenstimmen für Paul offiziell gewertet werden. Dieses Vorgehen hatte für Protest unter Pauls Anhängern gesorgt, auf dem Parteitag meldeten sie sich mit lauten Buh-Rufen zu Wort. Sie fühlten sich von der Republikaner-Spitze und den Parteitagsstatuten benachteiligt.

Romney hat auf dem Parteitag auch die Unterstützung seiner Ehefrau Ann erhalten. „Ihr könnt Mitt vertrauen“, rief sie den Delegierten am Dienstagabend zu. Niemand werde sich mehr als Romney dafür einsetzen, Amerika aus der Krise zu führen.

„Er ist der Mann, den Amerika braucht. Er wird nicht versagen.“ Zugleich versuchte sie, den frisch gekürten Kandidaten, der im Herbst Präsident Barack Obama bei den Wahlen schlagen soll, als sympathischen und warmherzigen Menschen darzustellen. Romney wird oftmals als hölzern und kühl angesehen, der nicht gut mit Menschen zurechtkommt.

Hinter Romney liegen 15 Monate parteiinterner Wahlkampf. Der Republikaner hatte Anfang Juni 2011 erklärt, dass er sich um das Präsidentenamt bewirbt. In monatelangen, zähen Vorwahlen setzte er sich dieses Jahr gegen rund ein Dutzend parteiinterner Kontrahenten durch. Die meisten hatten im Verlauf des Rennens aufgegeben. Bei dem Parteitag konnte lediglich der radikalliberale Bewerber Ron Paul eine gewichtige Zahl an Delegiertenstimmen erlangen. Seine Anhänger reagierten vor der entscheidenden Abstimmung mit wütenden Buh-Rufen auf eine Änderung der Parteitagsstatuten, von denen sie sich schwer benachteiligt fühlen.

Als feststand, dass Romney die benötigte Delegiertenzahl von mindestens 1144 erreicht hatte, brach unter den Parteitagsbesuchern lauter Jubel aus. „Mitt, Mitt, Mitt“, riefen sie, auf den vielen Bildschirmen in der Halle erschienen Fotos des frisch gekürten Kandidaten und seiner Familie. Obwohl seine Wahl fraglos erwartet worden war, stellte sie doch einen bedeutenden Moment in der US-Geschichte dar. Romney will seine Nominierung zum Abschluss des Parteitags am Donnerstag in einer großen Rede akzeptieren. Jedoch wurde das minuziös geplante Parteitagsspektakel vom gleichzeitig an der benachbarten Golfküste wütenden Hurrikan „Isaac“ überschattet.

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Die Wall Street wurde genug bestraft, die Rettung der US-Autobranche war ein Fehler: Bei ihren Wirtschafts-Ansichten liegen die meisten Delegierten ganz bei Mitt Romney. Nur bei einem Thema schert der Kandidat aus.

Romney, der Gründer und ehemalige Chef einer lukrativen Investmentfirma, will die Schlacht um das Weiße Haus mit dem streng konservativen Kongressabgeordneten Paul Ryan an seiner Seite gewinnen. Der 42-Jährige wurde am Dienstag ebenfalls offiziell als Kandidat für das Vizepräsidentenamt nominiert. Gemeinsam kritisieren beide Amtsinhaber Obama massiv für dessen Wirtschaftspolitik, die sie angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und des moderaten Wachstums als gescheitert bezeichnen. Romney und Ryan würden Amerika aus der Krise holen und die Wirtschaft wieder in Schwung bringen, sagte der republikanische Parteichef Reince Priebus.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

29.08.2012, 03:57 Uhr

Das Romney der nächste Präsident wird, stand schon vor Wochen fest - als Romney durch die Welt reiste und sich mit allen wichtigen Staatsoberhäuptern getroffen hatte. Immer wenn ein Präsidentschaftskandidat das in den letzten Jahrzehnten getan hat, wurde er der nächste US-Präsident.

Zufälle gibt's ^^

Account gelöscht!

29.08.2012, 06:30 Uhr

Jedes Volk bekommt den Präsdenten, den es verdient!

Fahrenheit451

29.08.2012, 11:31 Uhr

in jedem Menschen steckt die lichte Energie Gottes,

die die dunkle Macht zum Teufel schicken kann,

wenn sie nur wahrhaft von innen heraus in all ihrem Bestreben will.

kann man teils auch feinstofflich bzw in der Quantenphysik nachweisen !

das Dunkle weiss um diese Dinge (!!!) und sieht seine Felle davon schwimmen,

da bereits ein stetig wachsender Teil der Menschheit meditiert um

ihr ganzes geistiges Potential, Energie, Licht ( Gehirn und Geist ) zu nutzen.

zB:
http://www.aliasinfo.ch/Spirituelle%20Einsichten/Channelings/lichtarbeiter-und-die-matrix.htm

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