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01.11.2012

21:20 Uhr

US-Wahlen

New Yorks Bürgermeister empfiehlt Obamas Wiederwahl

Viel hat Barack Obama beim Thema Klimaschutz nicht vorzuweisen, aber immerhin mehr als sein Herausforderer Mitt Romney. Daher rät New Yorks Bürgermeister Bloomberg zur Wiederwahl des US-Präsidenten.

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Reuters

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg.

New York/WashingtonNach den Verwüstungen durch den Supersturm "Sandy" wird der Klimawandel zum Top-Wahlkampfthema in den USA: Der parteilose New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg rief am Donnerstag in einem Beitrag auf Bloomberg.com zur Wiederwahl von Präsident Barack Obama auf, weil dieser die Führerschaft beim Thema Klimawandel habe.

"Unser Klima ändert sich. Und während die Zunahme extremer Wetterlagen, die wir in New York und in der Welt erlebt haben, eine Folge davon sind oder nicht sein mögen: das Risiko, dass es so sein könnte - angesichts der Zerstörung in dieser Woche - sollte alle gewählten Führer dazu zwingen, sofort zu handeln", schrieb der frühere Republikaner Bloomberg.

US Präsident Barack Obama. AFP

US Präsident Barack Obama.

Am kommenden Dienstag entscheiden die US-Wähler, ob erneut Obama oder sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney ins Weiße Haus einzieht. New York und die gesamte US-Ostküste sind von der Sturmkatastrophe schwer getroffen worden. Die Metropole und die einzelnen US-Staaten könnten solche Katastrophen nicht alleine stemmen: "Wir brauchen Führung vom Weißen Haus", schrieb Bloomberg. Obama habe in den vergangenen Jahren wichtige Schritte für den Umweltschutz eingeleitet. Romney habe dagegen in allen wichtigen Bereichen einschließlich dem Umweltschutz den Kurs gewechselt.

"Wenn die Version Romneys von 1994 oder 2003 zur Wahl stünde, hätte ich ihn gut wählen können", erklärte Bloomberg. "Denn wie viele andere Unabhängige fand ich die vergangenen vier Jahre, um es mit einem Wort zu sagen, enttäuschend." Aber Obama habe dennoch einige wichtige Erfolge vorzuweisen, etwa in der Bildungspolitik und - "trotz aller Unzulänglichkeiten" - der Gesundheitsreform.

Obama nahm unterdessen nach dreitägiger Pause seinen Wahlkampf wieder auf. "Nach allem was wir zusammen durchgemacht haben, können wir jetzt nicht aufgeben", sagte er bei einem Auftritt in Wisconsin.

Im Endspurt bis zur Wahl nehmen die beiden Präsidentschaftskandidaten vor allem die sogenannten Swing States ins Visier, jene Staaten also, die nicht mit Sicherheit den Demokraten oder Republikanern zuzuordnen sind und daher am Ende wahlentscheidend sein könnten. In einigen von ihnen, darunter Ohio, lag Obama zuletzt in Umfragen vorn. Doch auch Romney ist viel daran gelegen, Ohio am 6. November zu gewinnen: In der Geschichte der USA hat noch kein republikanischer Präsidentschaftskandidat die Wahl gewonnen, ohne auch in Ohio einen Sieg zu erringen.

Zwar rechneten Beobachter für die US-Staaten New Jersey und New York wegen Sturm "Sandy" mit einer geringeren Wahlbeteiligung. Größere Auswirkungen auf den Wahlausgang wurden aber nicht erwartet, zumal beide Staaten ohnehin den Demokraten zugeordnet werden. Allerdings könnte die Reaktion der Obama-Regierung auf die Naturkatastrophe Wähler durchaus bei ihrer Stimmabgabe beeinflussen. Selbst Kritiker aus den Reihen der Republikaner hatten Obama für dessen Umgang mit der Krise gelobt.

Von

dapd

Kommentare (6)

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Kastell

01.11.2012, 23:39 Uhr

Die Frage ist, was alles noch passieren muss, bis die USA erkennt, das Sandy selbst gemacht ist und nur ein Vorbote für noch größere und höhere Schäden. In 30 Jahren haben wir alle 4 Jahre solche Jahrhundertstürme. Der Unterschied ist aber der Wasserpegel in der Flutwelle. Der Meeresspiegel steigt ja alle Jahre derzeit 3mm. Bei solchen Stürmen kommen dann Flutwellen nicht von 4 m sondern von 10 m und mehr zusammen. Dann ist die letzte Aufräumaktion noch nicht beendet und der nächste Monstersturm wütet schon auf den Atlantik. Was kostet es eigentlich wenn NY wegen den 1000 km Küstenlinie aufgegeben wird?

Account gelöscht!

02.11.2012, 05:27 Uhr

Den Amerikanern ist nicht zu helfen, denen können noch so viele Hurrikans die Bude abräumen, gewählt wird der der wirtschaftlich am Meisten verspricht.

Hermosa

02.11.2012, 06:22 Uhr

America needs a change!

Wie wir, benötigt die USA führende Politiker, die erfahren und geschult aus der Wirtschaft-und Finanzwelt ,die Krise professionell managen können. Jene, die die Spielregeln dieser unsichtbaren Macht beherrschen.

Vielen ist es nicht klar. Wir haben bereits eine ganz neue Art von "Krieg". Die Waffen sind die Mechanismen der Finanzwelt!

Von daher: Obama hat eine sympathische und gewinnende Persönlichkeit, aber für die "große Aufgabe" nicht der Richtige.

Primär benötigen Menschen Jobs - Einkommen - Stabilität!

Das lässt sich nicht mit einem "smarten Lächeln" und "cleveres Marketing"realisieren.

Germany needs a change, too!

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