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06.09.2012

19:48 Uhr

US-Wahlkampf

Arbeiter sind enttäuscht von Obama

VonAstrid Dörner

Die US-Gewerkschaften zweifeln, ob sie noch auf Barack Obama als Präsidenten setzen sollen. Allerdings ist Mitt Romney keine wirkliche Alternative.

Obama hat es nicht geschafft, den Gewerkschaften das zu bieten, was er ihnen versprochen hatte. AFP

Obama hat es nicht geschafft, den Gewerkschaften das zu bieten, was er ihnen versprochen hatte.

CharlotteJohn Storm ist hin und her gerissen. In der Innenstadt von Charlotte verteilt er Handzettel, sie rufen dazu auf, die amerikanischen Gewerkschaften zu unterstützen und Präsident Barack Obama zu wählen. „Obama ist unser Mann“, sagt Storm, ein Vertreter der Post-Gewerkschaft.

Doch er räumt ein, dass ihm dieser Satz nicht mehr so leicht über die Lippen geht, wie noch vor ein paar Jahren. „Er hat uns viel versprochen: Jobs wollte er schaffen, viele Jobs. Und den Gewerkschaften mehr Rechte geben. Aber wir warten noch drauf, dass sich wirklich etwas verändert.“

Storm fasst zusammen, was viele Gewerkschaftsvertreter denken. Sie sind enttäuscht von dem Präsidenten, dem sie 2008 maßgeblich zum Wahlsieg verholfen haben: Obwohl sich Obama im Wahlkampf auf ihre Seite geschlagen hat, sind die Gewerkschaften heute so schwach wie nie.

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Die Nominierung Barack Obamas zum Kandidaten der Demokraten war Formsache. Aber der Präsident und sein Team mussten Fans und Skeptiker überzeugen, die Wiederwahl verdient zu haben. Reden, Dokumente und Einschätzungen.

Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in den USA haben sie immer weniger Gewicht, hart mit den Arbeitgebern um Tarifverträge zu verhandeln. „Viele Menschen brauchen ganz dringend einen Job - egal zu welchen Konditionen“, sagt Storm. Das führe zu Mitgliederschwund bei den Gewerkschaften und schwäche sie weiter.

Wie angespannt das Verhältnis zum Präsidenten ist, zeigt sich überall in Charlotte. Normalerweise gehören die großen Gewerkschaften zu den größten Geldgebern der Parteitage der Demokraten. Sie geben Geld für Konzerte, organisieren Mittagessen, Demonstrationen und Diskussionen. Beim Parteitag vor vier Jahren in Denver ließ die Gewerkschaft LIUNA sogar Busse und Schlüsselkarten in den Hotels mit Werbung bedrucken. Aber in diesem Jahr ist Zurückhaltung angesagt.

Kommentare (2)

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07.09.2012, 16:06 Uhr

Obamas letzter "Krampf"
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Die Gewerkschaften wenden sich von Obama ab. Er hat seine "Versprechen" nicht gehalten.
Es gibt jetzt weniger statt mehr Jobs.
Obama verspricht mehr Jobs, Romney auch.
Obama verspricht "virtuelle" Jobs, Romney "reale".
Beide versprechen aber nur "prekäre Beschäftigung".
Das erinnert stark an die "Agenda2010" der SPD mit 1€-Jobs, Ich-AG, Niedriglohn, Hartz IV (gibt es in den USA nicht), etc.


ClausDott

07.09.2012, 19:30 Uhr

sollten die Republikaner die Wahl in den USA gewinnen, gibt es in spätestens zwei Jahren einen Volksaufstand. Die Menschen verachtende Politik der Republikaner hat doch erst dieses Land an den Rand des Abgrundes geführt. Indizierte verlogene Kriege, Goldman Sachs die ihre Konkurrenz durch den Einfluss auf die Regierung erst in den Konkurs geschoben haben. Und immer wieder Steuererleichterungen für Leute die so viel Geld besitzen, dass sie nie wieder in ihrem Leben arbeiten müssten. Was sie auch nicht tun! Kinder sterben auf der Welt und die Spritzen mit Champagner rum. Und die Flasche kostet 200 $ damit könnte man einem Kind ein ganzes Jahr helfen. Und der Umweltschutz geht den Amerikanern doch auch auf Deutsch gesagt am Arsch vorbei.

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