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20.08.2015

08:21 Uhr

US-Wahlkampf

Bush und Trump im Fernduell

Donald Trump und Jeb Bush könnten nicht unterschiedlicher sein. Trump rollt wie eine politisch Dampfwalze über das Land, Bush versucht sich als besonnener Konservativer. In New Hampshire kommt es zum Fernduell.

Der Bruder des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush muss gegen Donald Trump antreten. Reuters

Jeb Bush in Merrimack

Der Bruder des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush muss gegen Donald Trump antreten.

DerryDie beiden aussichtsreichen republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und Jeb Bush haben sich am Mittwoch ein Fernduell in New Hampshire geliefert. In dem bei den Vorwahlen wichtigen US-Staat zog der Baulöwe auf New York in der Stadt Derry vor knapp 1000 Unterstützern über seinen Rivalen her, während Bush im nahe gelegenen Merrimack ebenfalls Kritik an seinem Widersacher äußerte.

Trump führt das republikanische Teilnehmerfeld in mehreren Umfragen an. Auch Bush und der Governeur von Wisconsin, Scott Walker, haben vordere Positionen unter den insgesamt 17 Republikanern eingenommen, die ins Weiße Haus kommen wollen.

„Ich verstehe nicht, wie er wählbar ist“, sagte Trump vor Reportern über Bush, bevor er in einer Halle in Derry auftrat. Später fügte er hinzu, der frühere Gouverneur von Florida sei eine „energiearme Person“, die Probleme habe, Dinge zu erledigen. In den Meinungsumfragen sei Bush „abgesunken wie ein Stein“.

Seine Unterstützer könne Bush nicht motivieren, schob der exzentrische Trump nach. „Wissen Sie, was mit Jebs Leuten passiert ist? Sie schlafen.“

Bush, der einst zurückhaltend dabei war, seine Gegner an den Pranger zu stellen, porträtierte den milliardenschweren Geschäftsmann aus New York in Merrimack als Demokraten, der Steuererhöungen plane. Die Wähler würden rechtzeitig müde dabei werden, Trump zuzuhören.

„Ich denke, die Leute werden letztendlich für einen bewährten konservativen Anführer stimmen“, sagte er in seiner Rede, die in einem Video von der Veranstaltung zu sehen war. Der 62-Jährige kritisierte Trump für dessen frühere Spenden an die Demokraten sowie dafür, dass er seine Positionen in Fragen zu Steuern und dem Gesundheitswesen geändert habe.

Trump und Bush sind zuletzt immer wieder aneinandergeraten, vor allem in Einwanderungsfragen. Während Bushs Frau gebürtig aus Mexiko stammt, hatte Trump die Mexikaner als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnet. Er spricht sich für Massenabschiebungen von illegalen Einwanderern aus und will eine riesige Mauer an der südlichen Grenze der USA errichten.

Von

ap

Kommentare (1)

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Herr wulff baer

20.08.2015, 09:16 Uhr

Eigentlich müßten sich die Amerikaner nicht nur ihre Präsidenten schämen, sondern auch für ihre Kandidaten.

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