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14.05.2012

21:44 Uhr

US-Wahlkampf

Letzter Romney-Konkurrent gibt auf

Ron Paul war Mitt Romneys letzter Rivale im republikanischen Vorwahlkampf. Heute erklärte er, kein Geld mehr für seine Kampagne ausgeben zu wollen. Somit gilt Romneys Nominierung beim Parteitag als gesichert.

Ron Paul, Außenseiter der US-Republikaner und letzter verbliebener Rivale im Vorwahlkampf, dreht seiner Kampagne den Geldhahn zu. dapd

Ron Paul, Außenseiter der US-Republikaner und letzter verbliebener Rivale im Vorwahlkampf, dreht seiner Kampagne den Geldhahn zu.

Nach viereinhalb Monaten des Wettkampfs um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat auch der letzte verbliebene Rivale von Mitt Romney seinen Wahlkampf eingestellt: Der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul erklärte am Montag, kein Geld mehr für seine Wahlkampagne ausgeben zu wollen. Allerdings legte Paul seine Bewerbung nicht offiziell auf Eis. Der texanische Politiker hofft nach eigenem Bekunden weiter, Delegierte für den Nominierungsparteitag der Republikaner zu sammeln.

Paul ist jedoch praktisch chancenlos. Der Abgeordnete holte bislang in den Vorwahlen der Webseite realclearpolitics.com zufolge nur 99 Wahlmännerstimmen und konnte in keinem einzigen Bundesstaat eine Vorwahl gewinnen. Favorit Romney steht dagegen bei derzeit 949 Delegierten für den Parteitag Ende August in Florida. Die Nominierung des früheren Gouverneurs von Massachusetts gilt als sicher, seit Mitte April Romneys ärgster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen hatte. Anfang Mai verabschiedete sich auch der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, aus dem Rennen.

Der 76-jährige Außenseiter Paul steht in seiner Partei für die Strömung, die den Staat auf das Allernötigste begrenzen will. Dazu gehört eine Ablehnung von Steuern und Sozialprogrammen, außerdem plädiert der Kongressabgeordnete aus Texas für den Austritt der USA aus der UNO und kritisiert die US-Militärpräsenz in anderen Weltregionen. Auch in weiten Teilen der eigenen Partei gelten Pauls Positionen als nicht mehrheitsfähig. Bereits 2008 und 1988 hatte der frühere Frauenarzt einen erfolglosen Anlauf auf das Weiße Haus gestartet.

Von

afp

Kommentare (5)

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bjarki

15.05.2012, 01:33 Uhr

Back to normalcy - die Älteren, die noch eine Schule besucht haben wissen von dieser immer wiederkehrenden Strömung der amerikanischen Politik. Eigentlich wissen hier alle konservativen und auch einige der Dems, dass Ron Paul der modernste Kandidat war. Aber sein Geist ist nicht mainstream, vielleicht zu " modern". Aber Gott gäbe es, wenn endlich die Wasserkopfstaaten und Führungen das täten was sie wirklich könnten : Nichts. Adam Smith´s Nachtwächterstaat ist nicht brutaler als das was z.B. in Europa gerade mit massivster Staatseinmischung geschieht.

JayJay

15.05.2012, 07:48 Uhr

Wir brauchen eigentlich, viel mehr Menschen vom Schlage eines Ron Paul in der Welt.

DagobertDuck

27.05.2012, 23:32 Uhr

Wir brauchen keine Typen wie Ron Paul. Er sollte ins Museum wandern. Eine Umsetzung seiner Ideen würde ein Leben hinter Stacheldraht und gepanzerte Limosinen bedeuten. Ich halte von seinen Vorstellungen des Aufbaus einer Egonomie nichts, rein gar nichts.

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