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24.10.2012

19:35 Uhr

US-Wahlkampf

Romney hat Ärger wegen Abtreibungsaussage

Der Republikaner Richard Mourdock hat durch Vergewaltigung gezeugte Kinder als gottgewollt bezeichnet und damit heftige Kritik auf sich gezogen. Mitt Romney distanziert sich, dennoch ist die Debatte für ihn schädlich.

Mitt Romney hat in aktuellen Umfragen einen hauchdünnen Vorsprung. dapd

Mitt Romney hat in aktuellen Umfragen einen hauchdünnen Vorsprung.

WashingtonEine Aussage eines Parteifreunds zum Reizthema Abtreibung hat den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney erneut in die Bredouille gebracht. Präsident Barack Obama verurteilte am Mittwoch den Kommentar eines Senatsbewerbers der Republikaner, der Schwangerschaften nach Vergewaltigungen als gottgewollt dargestellt hatte. Knapp zwei Wochen vor der Wahl startete Obama eine Tour durch acht umkämpfte Staaten.

„Ich habe lange mit mir gerungen und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass Leben ein Geschenk Gottes ist“, hatte der republikanische Senatskandidat Richard Mourdock am Dienstag gesagt. „Ich denke, selbst wenn das Leben in der furchtbaren Situation einer Vergewaltigung beginnt, ist dies etwas, was Gott wollte“, fügte er hinzu und lehnte Abtreibung ab - außer bei Gefahr für das Leben der Mutter.

„Der Präsident hat diese Aussagen als empörend und erniedrigend für Frauen empfunden“, sagte Obamas Wahlkampfsprecherin Jen Psaki. Sie seien eine Erinnerung daran, wie ein republikanisch dominierter Kongress und ein Präsident Romney mit den Rechten der Frauen umgehen würden.

Romney und seine Parteifreunde hätten „sehr extreme Positionen“ bei einem Thema, das Frauen in den USA sehr am Herzen liege. „Darüber müssen sich Frauen Gedanken machen, wenn sie in die Wahlkabine gehen“, sagte Psaki.

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