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24.01.2012

10:47 Uhr

US-Wahlkampf

Romney legt Steuererklärung offen

Sein Rezept: Die Transparenz. US-Republikaner Romney legte jetzt seine Steuererklärungen offen - und hofft so, Wähler von sich zu überzeugen zu können.

Der republikanische Politiker Mitt Romney. Reuters

Der republikanische Politiker Mitt Romney.

WashingtonDer US-Republikaner Mitt Romney zählt zu den wohlhabendsten Steuerzahlern des Landes. Nach Kritik an seiner Vergangenheit als Finanzinvestor legte der Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur am Dienstag seine Vermögensverhältnisse offen. Für das Jahr 2010 führte er bei einem Gesamteinkommen von 21,7 Millionen Dollar (16,8 Millionen Euro) demnach etwa drei Millionen an den Staat ab. In Sachen Transparenz zog Romney mit seinem schärfsten Konkurrenten Newt Gingrich damit gleich. Seinen Ruf als Millionär mit mangelnder Volksnähe wird er deswegen aber wohl nicht so schnell los.

Den Großteil seines Einkommens erzielte Romney den zunächst gegenüber den Zeitungen „Washington Post“ und „Wall Street Journal“ veröffentlichten Zahlen zufolge durch private Investments. Seinen Steuersatz konnte er durch Spenden in Höhe von etwa drei Millionen Dollar an wohltätige Zwecke sowie an die Kirche der Mormonen auf etwa 14 Prozent reduzieren, wie sein Wahlkampfteam bestätigte. Für 2011 werde der frühere Gouverneur des Staats Massachusetts voraussichtlich bei einem Steuersatz von etwa 15,4 Prozent rund 3,2 Millionen Dollar Einkommenssteuer zahlen, hieß es weiter.

„Ich zahle alle Steuern, die gesetzlich gefordert sind, und keinen Dollar mehr“, sagte Romney am Montag bei einem Wahlkampfauftritt in Florida. Die nun veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur bezüglich der Höhe seiner Steuern zu dem einen Prozent der Spitzenzahler Vereinigten Staaten zählt. Details zu den Vermögensverhältnissen Romneys wollte sein Wahlkampfteam noch am Dienstag näher erläutern.

Capital Gingrich, der nach bereits am Samstag veröffentlichten Zahlen bei einem Steuersatz von etwa 31 Prozent zuletzt knapp eine Million Dollar an den Staat abführte, hatte Romney wiederholt wegen seines Wohlstands und insbesondere wegen seiner früheren Tätigkeit bei der Investmentfirma Bain Capital angegriffen. In der auf Firmenübernahmen spezialisierten Gesellschaft habe er daran verdient, kriselnden Firmen Kapital zu entziehen, Mitarbeiter zu entlassen und Unternehmen in den Bankrott zu schicken.

Romneys Gesamtvermögen wird auf 170 Millionen bis 250 Millionen Dollar (130 Millionen bis 195 Millionen Euro) geschätzt. Ein Teil davon soll in Investitionen stecken, die auf den Cayman-Inseln angesiedelt sind - einer Steueroase, die von vielen Reichen genutzt wird, um Kapital vor den US-Behörden zu verbergen.

Von

dapd

Kommentare (3)

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Michael

24.01.2012, 10:08 Uhr

Das ist nicht so ein jämmerlicher Hungerleider wie unsere Angie und Chris zusammen. Der hätte die Hütte unseres Bundespräsidenten aus der Portokasse bezahlt.

Gemeinheit

24.01.2012, 10:38 Uhr

Von solch günstigen Steuersätzen können wir in Deutschland nur träumen. Mit einem deutschen Steuersystem wäre die USA wohl in ein paar Jahren schuldenfrei. Wir in Deutschland häufen aber weiter Schulden an, trotz höchstem Steuerniveau!

KFR

24.01.2012, 11:36 Uhr

wie hoch ist der aequivalente Preis für ein Ei für Herrn Romney ? 50 Cent ? 5 $ ? 50 $ 500$ ? 5000$ ??

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