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29.01.2016

16:06 Uhr

US-Wahlkampf

Trump forderte für TV-Auftritt fünf Millionen Dollar

Donald Trump soll für den Auftritt bei der jüngsten TV-Diskussion einen Millionenbetrag für seine Stiftungen gefordert haben. Doch obwohl Fox News dies ablehnte – am Ende erreichte der 69-Jährige trotzdem sein Ziel.

Donald Trump hat seinen Wert bei der TV-Debatte überschätzt. Reuters

Wollte viel Geld von Fox

Donald Trump hat seinen Wert bei der TV-Debatte überschätzt.

Des Moines/WashingtonDer republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump (69) hat nach Angaben des US-Senders Fox News fünf Millionen Dollar Spenden für eine Teilnahme an der jüngsten TV-Debatte gefordert. Dies teilte Fox News am Donnerstag (Ortszeit) mit. Das Geld – umgerechnet 4,6 Millionen Euro – sollte an Trumps Stiftungen gezahlt werden. Der Sender habe das Anliegen zurückgewiesen, weil Gegenleistungen für den Fernsehauftritt nicht möglich seien, hieß es. Trump äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

Trump war der letzten TV-Debatte der Republikaner vor Beginn der Vorwahlen am 1. Februar im US-Bundesstaat Iowa ferngeblieben. Stattdessen trat der Immobilienunternehmer zur gleichen Zeit an einem anderen Ort in Iowas Hauptstadt Des Moines auf, um Geld für Veteranen zu sammeln. Auf Twitter teilte Trump später mit, er habe bei dieser Veranstaltung sechs Millionen Dollar eingesammelt. Davon habe der 69-Jährige eine Million Dollar persönlich gestiftet, teilte sein Wahlkampfteam auf Trumps Webseite mit.

Warum die US-Wahl für Deutschland wichtig ist

Politisches Verhältnis

Weniger herzlich ist das transatlantische Verhältnis geworden. Kühler, zweckorientierter, auch fremder. Die Uneinigkeit Europas und sein Auseinanderdriften besorgen Washington sehr. Wird der nächste Präsident auf Distanz bleiben und die Bindungen nach Asien ausbauen – oder wird er sich wieder um mehr Nähe bemühen?

Flüchtlinge

Wenn die Konflikte im Nahen Osten eskalieren - was bedeutet das für die Flüchtlingsbewegungen und ihr Hauptziel Deutschland? Ein härterer, weniger international denkender Präsident würde noch viel weniger Syrien-Flüchtlinge in die USA lassen. Das könnte den Druck auf andere Länder erhöhen.


Außenpolitik

Wer auch immer Barack Obama nachfolgen wird: Er wird außenpolitisch eine härtere Gangart anschlagen. Mehr Aggressivität im Nahen Osten und in Nordafrika ist wahrscheinlich. Die Erwartungen an den Nato-Partner Deutschland werden steigen.

Energie

Treibt der 45. Präsident der USA die Energieautonomie seines Landes voran, fördert das Fracking weiter? Wenn die USA deswegen ihr Engagement in der ölreichen Golfregion weiter zurückfahren, was heißt das für Deutschlands und Europas Rolle in Nahost?

Klima

Ohne die USA geht beim Klimaschutz nichts voran. Deutschland hat an diesem Thema großes Interesse, ein republikanischer Präsident aber könnte das dagegen ganz anders sehen.

TTIP

Das Freihandelsabkommen TTIP soll 2017 oder 2018 abgeschlossen werden. Wirtschaftlich wäre das für Deutschland und Europa bedeutend. Wie viel Wert wird der nächste US-Präsident darauf legen wollen, wenn dann das Pendant zu diesem TTIP unter Dach und Fach sein sollte, das gewaltige Abkommen TTP mit den Pazifikanrainern?


Trump hatte wenige Tage vor der Debatte in Des Moines erklärt, dass er sie boykottieren werde. Hintergrund ist ein Streit des 69-Jährigen mit dem Sender Fox News, der das Treffen veranstaltete. Trump war in einer früheren TV-Debatte mit der Moderatorin Megyn Kelly aneinandergeraten. Sie gehörte auch am Donnerstag zum Moderatorenteam bei der Bewerber-Debatte.

Der Unternehmer hatte laut Medienberichten bereits Anfang Dezember fünf Millionen Dollar vom US-Sender CNN für einen Auftritt gefordert. Das Geld sollte auch damals Veteranen zugutekommen. Trump hatte seine Forderung mit dem großen Zuschauerinteresse an seiner Person begründet, seine Forderung aber später fallenlassen.

Von

dpa

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