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29.09.2015

19:19 Uhr

US-Whistleblower

Edward Snowden ist jetzt bei Twitter

Edward Snowden hat sich bei Twitter angemeldet. Innerhalb einer Stunde hatte er bereits mehr als 200.000 Follower angezogen. Der US-Whistleblower hingegen folgt nur einem anderen Konto – dem der NSA.

Snowden hatte streng geheime Dokumente öffentlich gemacht, die die Abhörskandale um die NSA ins Rollen brachten. dpa

Edward Snowden

Snowden hatte streng geheime Dokumente öffentlich gemacht, die die Abhörskandale um die NSA ins Rollen brachten.

MoskauDer US-Whistleblower Edward Snowden hat sich erstmals offiziell beim Kurznachrichtendienst Twitter geäußert und binnen einer Stunde mehr als 200.000 Follower angezogen. „Könnt Ihr mich jetzt hören“, schrieb der 32-Jährige am Dienstag als ersten Tweet unter dem Account @Snowden, der mit einem blauen Haken für verifizierte Nutzer versehen ist.

Die Idee dazu hatte er einem Bericht des Enthüllungsportals „The Intercept“ zufolge vom Astronomen Neil deGrasse Tyson. Der hat Snowden in einem Interview nach einem eigenen Account gefragt. „Das klingt gut“, hatte der Whistleblower darauf geantwortet.

Den Account hatte sich allerdings bereits eine andere Person reserviert, die ihn aber drei Jahre lang nicht nutzte. Daher sei das Unternehmen kontaktiert worden, und Twitter habe zugestimmt, den Account Edward Snowden zu geben. Das Portal berichtete unter Berufung auf dessen Anwalt Ben Wizner, der frühere Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA werde selbst twittern.

Snowden hatte streng geheime Dokumente öffentlich gemacht, die die Abhörskandale um die NSA ins Rollen brachten. Danach flüchtete er zuerst nach Hongkong und dann nach Moskau. Russland gewährte dem Whistleblower 2013 einjähriges Asyl, und zwar unter der Bedingung, dass er seine Aktivitäten gegen die USA einstellt. Am 1. August 2014 wurde die Aufenthaltsgenehmigung für Snowden um drei Jahre verlängert. Damit kann er sich frei bewegen und auch ins Ausland reisen. In seiner Heimat droht ihm allerdings eine lebenslange Haftstrafe – er wird wegen Geheimnisverrats per Haftbefehl gesucht.

Bis zum frühen Dienstagabend folgte der Account @Snowden genau einem anderen Konto, dem der NSA. Laut „The Intercept“ folgte der Geheimdienst ihm aber nicht zurück – zumindest nicht offiziell.

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