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06.11.2012

17:48 Uhr

US-Wirtschaftsbilanz

Warum Obama doch kein Versager ist

VonNils Rüdel

Auch wenn die nackten Zahlen dürftig sind: Obama hat die US-Wirtschaft vor dem Kollaps gerettet. Trotzdem punktet auch Romney beim Thema Wirtschaft. Bei der Wahl geht es deshalb um eines: Wem glauben die Amerikaner mehr?

Amerikas Autobauer halten zu Barack Obama. Der Grund: Die Finanzspritzen des Staates haben viele Jobs gerettet. dapd

Amerikas Autobauer halten zu Barack Obama. Der Grund: Die Finanzspritzen des Staates haben viele Jobs gerettet.

BostonBarack Obama bewirbt sich bei den Amerikanern um eine abermalige Anstellung als Präsident – doch die bisherigen Leistungen in seinem Lebenslauf scheinen auf den ersten Blick ziemlich dürftig. Vor allem auf dem Feld der Wirtschaft, dem wichtigsten Thema dieses Wahlkampfes: Eine Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent hat er vorzuweisen, für amerikanische Verhältnisse viel zu hoch. Ein Wirtschaftswachstum von zuletzt zwei Prozent, für amerikanische Verhältnisse viel zu niedrig.

Dazu Staatsschulden von 16,4 Billionen Dollar, außerhalb jeden Verhältnisses. Genauso wie die 47 Millionen Amerikaner, die auf staatliche Nahrungmittelhilfen angewiesen sind, mehr als jemals zuvor. Die Liste ist noch länger: Hinzu kommen eine bröckelnde Mittelschicht, ein dürftiges öffentliches Bildungssystem, explodierende Kosten bei den Sozialkassen und eine teilweise marode Infrastruktur.

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Wie kann es also sein, dass Obama trotzdem gute Chancen hat, den Job zum zweiten Mal zu bekommen? Immerhin zieht sein Konkurrent Mitt Romney seit Monaten erfolgreich durchs Land mit der These, die Politik des Präsidenten habe „einfach nicht funktioniert“?

Es kommt auf die Betrachtung an. Denn setzt man die wenig ermutigenden Wirtschaftsdaten ins Verhältnis, kann man genauso gut zu dem Schluss kommen, Obamas erste vier Jahre im Weißen Haus waren ein Erfolg.

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Man muss sich nur erinnern, wie die Lage aussah, als er im Januar 2009 ins Amt kam: Die Finanzkrise hatte Amerika in die schlimmste Rezession seit den 30er Jahren geworfen, Banken, Unternehmen, die ganze Autoindustrie standen vor dem Aus.

Obama steuerte mit einem 800 Milliarden Dollar dicken Konjunkturpaket dagegen und machte weitere Milliarden aus der Steuerkasse locker, um General Motors und Chrysler mit weiteren Milliarden vor dem Untergang zu retten. Und weil das immer noch nicht reichte, legte der Präsident später noch ein weiteres Konjunkturpaket nach, um das Jobwachstum anzukurbeln. Unterstützt wurde er dabei von Notenbank-Chef Ben Bernanke, der die Märkte mit billigem Geld flutete.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

06.11.2012, 18:04 Uhr

Warum sind so viele Journalisten "Obama-Förderer" ? Woher kommt immer dieser "links-ideologische Wind" in den deutschen Schreibstuben ?

Mitt Romney is the better choice !

WahrheitIstWasEinemPasst

06.11.2012, 18:24 Uhr

Bildung könnte die Antwort sein, in Abwesend von Arroganz und Machtgier. Nur so ein Verdacht..

Account gelöscht!

06.11.2012, 19:24 Uhr

Wäre ich Ressortleiter von diesem Blatt, würde ich dem Versager, der diese Headline verfasst hat, morgen fristlos kündigen. ...

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