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28.04.2011

12:29 Uhr

US-Wirtschaftsministerium

"Smart Grid"-Ausbau beschlossen

Die beteiligten Behörden, Unternehmen und Verbände haben die technischen Standards und Investitionsrichtlinien des lange geplanten US-Energieverteilnetzes "Smart Grid" verabschiedet.

US-Wirtschafts-Minister Gary Locke Quelle: Reuters

US-Wirtschafts-Minister Gary Locke

Washington Das lange geplante "Smart Grid", ein computerisiertes Energieverteilnetz für die gesamten USA, nimmt weiter Gestalt an. In den Planungs- und Technikgremien des Projekts haben die beteiligten Behörden, Unternehmen und Verbände jetzt die technischen Standards und Investitionsrichtlinien verabschiedet.

Für die künftige, intelligente Energieverteilung wird ein neues, drahtloses Kommunikationsnetz eingerichtet, teilte die US-Technologiebehörde NIST mit, das US-Wirtschaftsminister Gary Locke untersteht. Im Mittelpunkt des neuen Stromnetzstandards steht ein Echtzeit-Kommunikationsverfahren, mit dem Daten über Energieangebot und -nachfrage sowie zur Auslastung und Sicherheit der Leitungen jederzeit abrufbar sind.

"Damit das Smart Grid auch funktioniert, brauchen mehr als 50 Millionen unserer Haushalte neue Stromzähler," erklärte Paul Molitor, der Sprecher des Industrieverbands National Electrical Manufacturers Association. Diese "Smart Meter" sollen per Fernwartung steuerbar sein und können automatisch auf neue Software-Versionen nachgerüstet werden. Dabei komme auf die US-Bundesstaaten und Energieversorger bedeutende Anschubinvestitionen zu, stellte Molitor klar. Über mögliche Kosten wurde jedoch nichts bekannt.

Das Smart Grid brauche ein Mobilfunknetz, das nicht nur die Stromzähler in den Haushalten, sondern alle Komponenten in Kraftwerken, Umspannstationen und im gesamten Verteilsystem verbindet. Bestehende Drahtlosnetzwerke, wie etwa WLAN oder Bluetooth kämen dafür nicht infrage, erklärte NIST-Sprecherin Nada Golmie. Die Echtzeitübertragung im Smart Grid vertrage beispielsweise bedeutend weniger Verzögerungen oder Unterbrechungen als in kommerziellen Mobilfunknetzen üblich. Daher müsse ein eigener Grid-Kommunikationsstandard entwickelt werden.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Mobilfunk-macht-krank

04.05.2011, 23:16 Uhr

Verschwiegen wird,
der riesige Stromverbrauch für das eigenständige Mobilfunknetz,
wie sich Menschen verhalten sollen, die elektrohypersensibel sind und die Funksignale meiden müssen,
wie das mit dem Datenschutz vereinbar sein soll,
dass die Daten ansstatt per Mobilfunk auch übers Internet per Glasfaser gesendet werden können
usw.
Die Industrie macht was sie will.

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