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31.07.2013

20:45 Uhr

USA

Bewaffnete Lehrer sollen vor Amokläufern schützen

Der US-Bundesstaat Arkansas greift offenbar bereitwillig die Idee von Waffennarren auf und bewaffnet Lehrer eines Schulbezirks mit Pistolen. Die Lehrer sollen damit ihre Schüler bei Amokläufen beschützen können.

In Arkansas sollen nun Lehrer im Fall der Fälle zu den Waffen greifen. Dazu werden sie extra ausgebildet. ap

In Arkansas sollen nun Lehrer im Fall der Fälle zu den Waffen greifen. Dazu werden sie extra ausgebildet.

WashingtonRund 20 Lehrer eines Schulbezirks im US-Staat Arkansas sollen bewaffnet werden und dadurch die Gefahr von Amokläufen an Schulen verringern. Nach insgesamt 53 Trainingsstunden sollen sie Pistolen mit 9mm-Kaliber erhalten und dafür sorgen, dass Schützen bei möglichen Schießereien aufgehalten werden können, bis die Polizei eintrifft. Das meldete die Lokalzeitung „Arkansas Times“ am Mittwoch. Im Schulbezirk Clarksville liegen fünf Schulen mit rund 2400 Schülern.

Bereits im August sollen die Lehrer ihre Waffen erhalten und im Laufe des dann beginnenden Schuljahres fortlaufend weitergebildet werden. Für das Training der Lehrer hat Clarksville rund 50.000 Dollar (37.600 Euro) ausgegeben. Für privates Sicherheitspersonal sind lediglich zehn Trainingsstunden vorgesehen.

Clarksville wurde bislang nicht als Schauplatz von Schießereien bekannt. Die Entscheidung wird aber als Reaktion auf den Amoklauf an einer Grundschule im Ostküstenstaat Connecticut gewertet, bei dem vergangenen Dezember 20 Kinder und sechs Lehrer ums Leben kamen.

Mindestens sechs US-Staaten versuchen bereits, mit Hilfe bewaffneter Wachleute die Sicherheit an Schulen zu erhöhen: Ohio, Colorado, New Jersey, Pennsylvania, Connecticut sowie der Staat Washington an der amerikanischen Westküste.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Observer

31.07.2013, 22:18 Uhr

Sick brains out there.

Account gelöscht!

31.07.2013, 22:30 Uhr

Ist das pervers. Und sowas will eine Land sein welches Freiheit und das Streben nach Glück garantieren will?
Ein Land in dem man seine Kinder mit Waffen vor anderen Waffen in den Schulen schützen lassen muß?
Vorbilder sehen anders aus.

Account gelöscht!

01.08.2013, 06:58 Uhr

Genau die richtige Antwort auf ein Problem: Ein wehrhafter Bürger ist mehr wert als die Polizei, die naturgemäß immer zu spät kommen muß.
Paradebeispiel, wie es laufen kann, ist der Mordversuch am bekannten Autor Zahid Khan, den dieser nur abwehren konnte, weil er eine Waffe tragen darf, und sich deswegen mit einem Schuß in das Bein eines der Angreifer erfolgreich wehren konnte. Der zweite Angreifer ergriff nach dem Schuß die FLucht.

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