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10.11.2014

14:18 Uhr

USA-China-Beziehungen

USA lockern Visabedingungen für Chinesen

Zeichen des guten Willens oder wirtschaftlicher Winkelzug: Die USA lockern die Visabestimmungen für Chinesen. Washington hofft damit auf den benötigten Wachstumsschub und verspricht sich ein Vielfaches an Besuchern.

Annäherung an China: US-Präsident Barack Obama bei seiner Ankunft am Pekinger Flughafen. Reuters

Annäherung an China: US-Präsident Barack Obama bei seiner Ankunft am Pekinger Flughafen.

WashingtonDie US-Regierung will chinesischen Geschäftsleuten, Studenten und Touristen ein längeres Aufenthaltsrecht in den Vereinigten Staaten gewähren. Die bisherige Zahl der Besucher aus der Volksrepublik von 1,8 Millionen im vergangenen Jahr solle damit mehr als vervierfacht werden, kündigte US-Präsident Barack Obama am Montag in Peking an. Nach Absprache mit der chinesischen Regierung solle ein Visum für Hochschüler und Austauschstudenten aus der Volksrepublik künftig fünf Jahre gültig sein. Die Gültigkeit der Aufenthaltserlaubnis für Geschäftsleute und Touristen wird demnach auf zehn Jahre verlängert.

Obama sprach am Rande des Gipfeltreffens des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Peking von einem „wichtigen Durchbruch, der unsere Volkswirtschaften ankurbeln und unsere Völker zusammenbringen wird“. Schon im vergangenen Jahr hätten chinesische Besucher der US-Volkswirtschaft 21 Milliarden Dollar (16,8 Milliarden Euro) und mehr als 100.000 Arbeitsplätze beschert. Vor diesem Hintergrund sei die nun getroffene Visa-Vereinbarung „ein wirklich großer Zugewinn“, sagte ein ranghoher US-Regierungsvertreter.

Obama fand bei seinem ersten China-Besuch seit fünf Jahren aber auch kritische Töne. So forderte er Peking einmal mehr auf, die strikte staatliche Kontrolle der Märkte und des Wechselkurses zum Dollar zu lockern sowie die Menschenrechte zu achten und Pressefreiheit zu gewährleisten. „Wir glauben an Meinungsfreiheit, wir glauben an Vereinigungsfreiheit, wir glauben an Offenheit im Regierungshandeln“, sagte Obama.

Daten und Fakten über die USA

Fläche

Mit einer Fläche von 9.809.155 Quadratkilometern sind die Vereinigten Staaten laut Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) der drittgrößte Staat der Erde.

Bevölkerung

Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug die Gesamtbevölkerung der USA im Jahr 2013 rund 317 Millionen Einwohner.

Hauptstadt

Die Hauptstadt der USA ist Washington D.C. Die Stadt selbst hat etwa 646.000 Einwohner, im Großraum haben sich etwa 5,7 Millionen Menschen niedergelassen. (Stand: 2014)

Staatsform

Die Staatsform der USA ist eine föderale und präsidentielle Republik.

Präsident

Barack H. Obama ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er befindet sich in seiner zweiten Amtszeit.

BIP

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA beläuft sich nach Angaben des Auswärtigen Amts auf etwa 16,72 Billionen US-Dollar. (Stand: 2013)

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten lag im Juli 2014 bei 6,2 Prozent. Vor der Wirtschaftskrise lag die Quote im Jahr 2007 noch bei 4,6 Prozent, 2010 stieg sie zwischenzeitlich auf 9,6 Prozent an.

Außenhandel

Die USA sind nach Angaben des Auswärtigen Amts weltgrößter Absatzmarkt für Importgüter und standen als Exporteur 2013 (nur Waren) hinter China an zweiter Stelle.

Der Demokratie-Bewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sprach er zwar nicht offen seine Unterstützung aus. Allerdings hoffe die US-Regierung darauf, „dass Gewalt vermieden wird“, sagte Obama. China verbittet sich jedwede Kommentare ausländischer Regierungen und Organisationen zu den Unruhen in Hongkong, die es als rein innenpolitische Angelegenheit betrachtet. Am Vorgehen der chinesischen Behörden, die Tränengas, Pfefferspray und Knüppel zur Niederschlagung der Proteste einsetzten und Aktivisten zufolge auch bezahlte Schlägertrupps angeheuert haben sollen, hatte es international immer wieder Kritik gegeben.

Von

afp

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