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11.01.2011

11:31 Uhr

USA

Drei Jahre Haft für Parteifreund von George W. Bush

Der ehemalige Fraktionschef der Republikaner im US-Abgeordnetenhaus, Tom DeLay, ist wegen Geldwäsche zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Dieses Strafmaß verhängte am Montag ein Richter in Austin im US-Staat Texas.

Tom DeLay: Drei Jahre Haft wegen Geldwäsche DAPD

Tom DeLay: Drei Jahre Haft wegen Geldwäsche

HB WASHINGTON. Eine Jury hatte ihn bereits im November 2010 für schuldig befunden, vor acht Jahren rund 190 000 Dollar (heute 142 000 Euro) illegal in die Kassen seiner Partei geleitet zu haben. DeLays Anwälte hatten bereits angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. "Das wird so nicht stehenbleiben", sagte Anwalt Dick DeGuerin nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitung "The Austin American-Statesman" vom Montag.

Das Geld sollte den Konservativen 2002 im Kongresswahlkampf helfen. DeLay war einer der einflussreichsten Politiker unter US-Präsident George W. Bush. Im September 2005 war er angeklagt worden, Anfang 2006 zog er sich ganz aus der Politik zurück. Richter Pat Priest erklärte, höchstes Prinzip müsse sein, dass diejenigen, die Gesetze machten, sie auch befolgten. Er hätte anders entschieden, wäre er nicht von DeLays Schuld überzeugt gewesen.

Unmittelbar vor Verkündung des Strafmaßes hatte sich sich DeLay erneut ohne Reue gezeigt. "Ich habe den Kampf gekämpft, ich bin das Rennen gelaufen. Ich habe den Glauben nicht verloren." Er hatte bereits im November das Urteil als "Machtmissbrauch" und "Justizfehler" kritisiert. Es wurde erwartet, dass DeLay wegen der eingelegten Berufung gegen Kaution auf freien Fuß kommt.

Kommentare (1)

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flyingfridge

11.01.2011, 13:05 Uhr

in Deutschland wäre das nicht möglich. Da muss man nach einem Einbringen illegaler Spenden in die Parteikasse nur ein paar Jahre aussitzen. Dann kann man auch immer noch Finanzminister werden. Oder Ehrenvorsitzender der Partei.

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