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10.05.2012

23:05 Uhr

USA

Europa hätte in Krise stärker wie USA handeln müssen

Auf einer Spendenveranstaltung in Seattle hat sich US-Präsident Barack Obama in einer Rede zur Schuldenkrise geäußert. Seiner Meinung nach hätte sich Europa mehr an dem Vorbild der USA orientieren müssen, um die Krise zu überwinden.

US-Präsident Barack Obama. AFP

US-Präsident Barack Obama.

SeattleEuropa hätte seine Wirtschaftsprobleme nach den Worten von US-Präsident Barack Obama bei einer stärkeren Orientierung am Handeln Amerikas schneller überwunden. „Europa ist immer noch (...) in einer schwierigen Lage, zum Teil weil es einige unserer entscheidenden Schritte zu Beginn dieser Rezession nicht unternommen hat“, sagte der um seinen Wiederwahl kämpfende Obama am Donnerstag bei einer Spenden-Veranstaltung in Seattle. Neben den europäischen Wirtschaftsproblemen nannte der Präsident die hohen Öl-Preise als Gefahr für die Konjunkturentwicklung in den USA. Auch entwickle sich der Häusermarkt weiter schwach. „Aber die Nachricht ist: Wir haben den Sturm überstanden“, gab sich Obama optimistisch.

Die Entwicklung der Wirtschaft dürfte sich entscheidend auf Obamas Wiederwahlchancen auswirken. Sein wahrscheinlicher Kontrahent, der Republikaner Mitt Romney, wirft dem Demokraten mangelndes unternehmerisches Verständnis vor, um die USA aus den Rezession zu führen und die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit zu senken.

Von

rtr

Kommentare (12)

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ex_Kamikaze

11.05.2012, 00:36 Uhr

Das ist doch Quark. Der US-Wirtschaft geht es doch nicht besser, weil die Häuser wieder teurer werden - nebenbei ist der US-Immobilienmarkt immer noch eine Blase.
Unter "Handeln" verstehen die Amerikaner immer Geld drucken und weiter liberalisieren. Wenn wir Geld drucken, dann wird der Euro weich; und genau das wäre im US-Interesse, denn die können ihre Leistungsbilanzprobleme dann weiter leicht mit der Notenpresse lösen so lange der nur der US-Dollar irgendwie Weltleitwährung bleibt. Jeder kann sich umsehen: wir haben in Deutschlnd einen realen Aufschwung ohne Finanztricks, die Ami's deindustrialisieren weiter bis es nur noch die Notenbankdruckerei gibt.

ForzaEURO

11.05.2012, 00:50 Uhr

Ja klar, schuld sind immer die anderen. Und überhaupt, der Ölpreis... ja, ja, wenn es so einfach wäre.

Tatsache ist doch, dass die amerikanischen Autobauer keine energiesparenden Autos im Angebot haben. Ist jetzt der Ölpreis daran schuld, dass wir unsere Autos wegen der besseren Energiebilanz nach USA exportieren?

Tatsache ist doch auch, dass sich der Dollar und der Euro im Devisenumtausch die Waage halten. Wir haben also keinen schlechteren Job gemacht als die USA.

Mehr denn je sthen wir mit dem EURO im Wettbewerb zum Dollar. Es gewinnt die Währung, die zuerst wieder an Vertrauen gewinnt und faktisch in ihrem Heimatraum die schlechten Nachrichten über die Überschuldungen faktisch stoppt.

Wir kehren unsere Probleme wenigstens nicht unter den Teppich, so wie die USA mit dem ständigen Geldsegen ihrer Zentralbank. Ich glaube, dass es im Wettbewerb zum Dollar für den Euro besser aussieht.

Wir können nämlich Staaten wie Griechenland durchaus aus dem EURO beseitigen und wir sind dann wieder clean. In den USA geht das mit dem Dollar nicht.

Wir haben sehr viele Vorteile mit dem Euro, die die USA nicht haben - von der sehr viel höheren Verschuldung der USA mal ganz zu schweigen. Was erlaubt sich diese Mr. Obama eigentlich? Der soll sich um seine Probleme kümmern und nicht mit dem Zeigefinger auf uns davon ablenken.

Blackmountain2340

11.05.2012, 01:41 Uhr

Die von den Vorrednern angesprochenen "Probleme" in den U.S.A., De-Industrialisierung und Verschuldung, sind fuer die U.S.A. keine Probleme.
Die De-Industrialisierung ist natuerlich eine Folge des wirtschaftlichen Fortschritts und des Uebergangs vom Industrie-Zeitalter in die nach-industrielle Epoche. Im Gegensatz zu Europa versuchen die U.S.A. nicht, die Wirtschaftsstruktur von 1930 zu erhalten. Daher die forcierte Abschaffung der alten Industrien und Beguenstigung der Informations-Erwerbszweige.
Die "Verschuldung" ist ueberhaupt nicht relevant, solange der Dollar die Leitwaehrung der Welt ist. Die Verschuldung der U.S.A. ist ja in Dollars, nicht in auslaendischer Waehrung. Die Europaeer dagegen muessen bei Ueberschuldung einen Kursverfall des Euros befuerchten.

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