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10.06.2011

02:00 Uhr

USA im Irak

Panetta neigt zu Präsenz-Verlängerung

Bis zum Ende des Jahres sollen die US-Soldaten aus dem Irak verschwinden. Der irakische Ministerpräsident hatte aber im Mai ein mögliches Verbleiben ins Spiel gebracht. Nun äußert sich der CIA-Chef dazu.

Ein US-Soldat vor einem Gefallenendenkmal. Quelle: dapd

Ein US-Soldat vor einem Gefallenendenkmal.

WashingtonDie irakische Regierung wird die USA nach Meinung des designierten amerikanischen Verteidigungsministers Leon Panetta um eine Verlängerung des Militäreinsatzes bitten. Eine entsprechende Anfrage des irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki werde „zu einem bestimmten Zeitpunkt kommen“, sagte der amtierende Chef des Geheimdienstes CIA am Donnerstag bei einer Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des Senats in Washington.

Der Abzug der weniger als 50 000 US-Soldaten soll zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die USA haben aber mehrfach Bereitschaft geäußert, darüber hinaus wie bisher Truppen zur Ausbildung und Unterstützung lokaler Soldaten im Irak zu belassen - wenn die Bagdader Führung dies will.

Al-Maliki hatte sich im Mai positiv über eine mögliche Anfrage geäußert, sie jedoch von einer breiten politischen Unterstützung im eigenen Land abhängig gemacht. Die USA würden eine Bitte danach beurteilen, was nötig sei, „um die Erfolge im Irak aufrechtzuerhalten“, sagte Panetta.

Da noch rund 1000 Mitglieder des Terrornetzwerkes Al-Kaida im Irak seien, wäre eine verlängerte Truppenpräsenz auch im US-Interesse. „Sie muss vom Präsidenten ernsthaft erwogen werden“, so der 72-Jährige, der nächsten Monat an die Spitze des Pentagons rücken soll.

Von

dpa

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