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03.01.2012

21:35 Uhr

USA

Iran ist in einer „Position der Schwäche“

Im Streit mit dem Iran kommen zunehmend harte Worte aus den USA. In Washington besteht der Eindruck, dass die wegen des Atomprogramms verhängten Sanktionen greifen - und Teheran die Folgen bereits zu spüren bekommt.

Regierungssprecher Jay Carney. dpa

Regierungssprecher Jay Carney.

Washington/Teheran/BrüsselDie jüngsten Drohungen aus dem Iran sind nach Ansicht der Regierung von US-Präsident Barack Obama ein Zeichen dafür, dass Teheran unter Druck gerät. Das Verhalten zeige, „dass der Iran in einer Position der Schwäche ist“, sagte Regierungssprecher Jay Carney am Dienstag. Zugleich betonte Washington, dass man die Freiheit der internationalen Seewege am Persischen Golf durchsetzen wolle.

Teheran hatte eine mögliche Blockade der Straße von Hormus ins Spiel gebracht, sollten die wegen des Atomprogramms verhängten Sanktionen noch ausgeweitet werden. „Der Iran ist isoliert und er versucht, das Interesse von seinem Verhalten und seinen inneren Problemen abzulenken“, sagte Carney weiter. Dies zeige auch, dass die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft wegen Folgen zeigten.

Zugleich unterstrich das State Department demonstrativ die Bedeutung der Freiheit der internationalen Handelswege. Zwar meinte Außenamtssprecherin Victoria Nuland: „Wir suchen keine Konfrontation.“ Washington nehme „aber die Rolle, die unsere Marine bei der Freihaltung der Seewege spielt, ernst“.

Irans Vizepräsident Mohammed Resa Rahimi hatte in der vergangenen Woche erklärt, kein Tropfen Öl werde mehr durch die Straße von Hormus gelassen, falls der Westen die wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen ausweite. Allerdings relativierte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Ramin Mehmanparast, am Dienstag diese Aussagen.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme. dpa

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme.

Durch die Straße von Hormus, eine Meerenge am Ausgang des Persischen Golfs, gehen rund 40 Prozent des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls. Wie Mehmanparast weiter mitteilte, sollen die seit einem Jahr auf Eis liegenden Gespräche über das Atomprogramm bald wieder aufgenommen werden. „Wir warten nur noch darauf, dass uns (die EU-Außenbeauftragte) Catherine Ashton das Datum und den Treffpunkt bestätigt“, sagte er.

Doch Brüssel dementierte. Der Iran habe der EU bisher keine Vorschläge für eine Wiederaufnahme der Atomgespräche gemacht, sagte ein Sprecher Ashtons am Dienstag. Auch die US-Regierung zeigte sich von der Stellungnahme Mehmanparasts überrascht. „Uns liegt noch keine formelle diplomatische Anfrage vor“, sagte Außenamtssprecherin Nuland.

Die Atomgespräche des Iran mit der 5+1-Gruppe (die UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) waren im Januar 2011 wegen fehlender Fortschritte auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Ziel der Staatengemeinschaft ist es, den Iran von einer weiteren Uran-Anreicherung abzubringen. Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Buntebar

03.01.2012, 22:56 Uhr

erst wenn die hohen religiösen Steinzeit-Priester im Iran
abgedankt haben werden wir Frieden in dergesamten Region
haben!Der Islam ist halt 600 Jahre hinter uns zurück.
Wir hatten den 30 jährigen Krieg und hier heißt es eben
Arabischer Frühling.Der Knall am Horn von Hormus wird imFrühjahr 2012 kommen!

Account gelöscht!

04.01.2012, 15:34 Uhr

„dass der Iran in einer Position der Schwäche ist“ ... Oh, wie verwunderlich ...



Account gelöscht!

04.01.2012, 15:38 Uhr

@ Bunterbar

Mehr Frieden in der Welt wird es geben, wenn die kriegsgeilen USA und ISRAEL, beide im Besitz von Atomwaffen, von der Staatengemeinschaft der Welt in die Schranken gewiesen werden.

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