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16.10.2011

16:28 Uhr

USA machen Druck

Ahmadinedschad gibt Terrorvorwürfe zurück

Irans Präsident wehrt sich mit gewohnter Rhetorik gegen die amerikanischen Terrorvorwürfe. Doch Washington macht weiter Druck. Eine verschärfte Debatte über das iranische Atomprogramm soll das Land isolieren.

Ahmadinedschad spricht in Teheran vor Journalisten. dpa

Ahmadinedschad spricht in Teheran vor Journalisten.

Teheran/WashingtonDer iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erstmals seit den US-Vorwürfen über ein angebliches Terrorkomplott seines Landes Stellung bezogen. Nicht der Iran, sondern die USA seien Terroristen, sagte Ahmadinedschad laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna am Sonntag vor Studenten.

Die US-Regierung wirft „Elementen der Regierung“ im Iran vor, einen Mordanschlag gegen den saudischen Botschafter in Washington geplant zu haben. Sie will das Land deswegen international weiter isolieren.

„Der Iran ist eine Kulturnation und hat eine Zivilisation und braucht sich nicht auf den Terrorismus zu berufen“, sagte Ahmadinedschad. In Richtung Washington fügte er hinzu: „(Die Kultur des) Terrorismus gehört Euch.“ Der iranische Präsident wies die Anschuldigungen der USA zurück. Sie seien nur vergebliche Bemühungen, Fortschritt und Entwicklung im Iran zu behindern. Der iranische Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei hatte die Anschuldigungen zuvor als „dumm“ bezeichnet.

Venezuelas Präsident Hugo Chávez stellte sich am Wochenende auf die Seite des Irans und nannte die US-Vorwürfe „erfunden“. Er äußerte zudem die Befürchtung, sein Land könne von den Amerikanern nun als Komplize des Irans gebrandmarkt werden. Venezuela und der Iran haben ihre Beziehungen in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut und widersetzen sich den USA gemeinsam.

Die USA wollen unterdessen nach einem Bericht der „New York Times“ den internationalen Druck auf den Iran massiv erhöhen. So verlange die Regierung von Präsident Barack Obama von den Vereinten Nationen, bislang geheime Informationen über das iranische Atomprogramm zu veröffentlichen. Dabei solle es sich auch um Beweise aus den vergangenen Monaten handeln, dass Teheran Nuklearwaffen entwickele und teste.

Die Amerikaner erhofften sich von einer Bekanntmachung der Erkenntnisse eine neue internationale Diskussion darüber, wie das iranische Atomprogramm zu stoppen sei. Neben neuerlichen Sanktionen solle die Debatte ein weiterer Schritt sein, um den Iran zu isolieren, schrieb die Zeitung weiter. Das Regime in Teheran betont, das Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken.

Von

dpa

Kommentare (12)

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kurzda

16.10.2011, 16:52 Uhr

Die "gewohnte Rhetorik" der USA ist seit Irak bekannt

SlingShot

16.10.2011, 18:37 Uhr

USrael bereiten sich fuer einen Konflikt mit dem Iran vor.

Account gelöscht!

16.10.2011, 19:02 Uhr

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Da Schafe nur Määähhh verstehen, kriegen sie auch nur Määäähhh zu hören.
Dass Schafe Verstand aufbringen, damit braucht doch nun wirklich keiner zu rechnen.
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