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15.01.2009

20:14 Uhr

USA

Obamas Justizminister: „Waterboarding ist Folter“

Der designierte US-Justizminister Eric Holder hat das simulierte Ertränken von Gefangenen bei Verhören, das sogenannte Waterboarding, als Folter bezeichnet – und verweist dabei auch auf die amerikanische Geschichte.

Deutliche Worte: Für den künftigen US-Justizminister Eric Holder ist das sogenannte Waterboarding Folter. Die Bush-Regierung hatte die von US-Militärs eingesetzte Methode noch lediglich als "harsche Verhörmethoden" bezeichnet. Foto: ap ap

Deutliche Worte: Für den künftigen US-Justizminister Eric Holder ist das sogenannte Waterboarding Folter. Die Bush-Regierung hatte die von US-Militärs eingesetzte Methode noch lediglich als "harsche Verhörmethoden" bezeichnet. Foto: ap

HB WASHINGTON. Die USA hätten während des Vietnamkrieges sogar eigene Soldaten strafrechtlich verfolgt, die diese Zwangsmethode angewandt hätten, sagte Holder am Donnerstag während seiner Anhörung vor dem Justizausschuss des Senats. „Waterboarding ist Folter“, betonte der schwarze Jurist.

US-Vizepräsident Dick Cheney hatte erst am Sonntag in einem Fernsehinterview zugegeben, dass in drei Fällen - so beim mutmaßlichen Chefplaner der Anschläge vom 11. September 2001, Chalid Scheich Mohammed - das berüchtigte „Waterboarding“ angewandt worden sei. Die scheidende Regierung von Präsident George W. Bush verurteilt zwar offiziell Folter. Ihrer Ansicht nach fällt das simulierte Ertränken nicht darunter. Cheney wie Bush verteidigen stattdessen „harsche Verhörmethoden“ als notwendig zum Schutz der USA.

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