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14.04.2012

01:58 Uhr

USA

Romney geht auf Schmusekurs mit Waffenlobby

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney wirbt um die Gunst der mächtigen US-Waffenlobby. Bei einer jährlichen Tagung der National Rifle Association lobte er die Waffenlobby: „Ihr könnt stolz sein“.

Der Republikaner Mitt Romney. dpa

Der Republikaner Mitt Romney.

WashingtonDer Republikaner Mitt Romney buhlt bei der mächtigen US-Waffenlobby NRA um Unterstützung für die Präsidentenwahl. Romney, der als Herausforderer von Präsident Barack Obama praktisch feststeht, trat dazu eigens am Freitag bei der NRA-Jahresversammlung in St. Louis auf. „Ihr könnt stolz sein“, rief er dem jubelndem Publikum zu. Die NRA habe nur ein Anliegen, „die Verteidigung der Freiheit“.

Die USA bräuchten „einen Präsidenten, der die derzeitigen Gesetze durchsetzt und keine neuen schafft, die nur eine Last für gesetzestreue Waffenbesitzer darstellen“, sagte er in einer von seinem Wahlkampfteam veröffentlichten Rede. Romney warf Obama vor, das Recht auf Waffentragen für Amerikaner einschränken zu wollen. „Ich werde dagegen den zweiten Verfassungszusatz über das Recht des amerikanischen Volkes auf Waffentragen schützen“, sagte Romney.

Mit keinem Wort ging Romney auf die jüngsten Todesschüsse des selbst ernannten weißen „Hobby-Polizisten“ George Zimmerman auf einen unbewaffneten schwarzen Teenager in Florida ein. Der Fall löste eine Welle der Proteste in den USA aus, weil die Polizei zunächst nicht gegen den Schützen vorging. Die Polizei begründete dies unter anderem mit dem besonders großzügigen Recht auf Selbstverteidigung in Florida, für das sich auch die Waffenlobby NRA engagiert hatte.

Die Rede in St. Louis war zugleich einer der ersten großen Auftritte Romneys, seit sein schärfster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen hatte. „Präsident Obama entfernt unser Land von den Visionen unserer Vorväter“, sagte Romney. Er baue wirtschaftliche, religiöse und individuelle Freiheit ab. „Und in einer zweiten Amtszeit hätte Obama keine Beschränkung mehr.“

Kommentare (7)

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14.04.2012, 03:57 Uhr

Es ist wie ein boeser Scherz, dass dieser Romney die einzige Alternative zum Schuldenkoenig Obama zu sein scheint. Den USA drohen weitere vier verlorene Jahre.

aruba

14.04.2012, 08:08 Uhr

Guten Tag,... Wie Sie wissen war Ich nicht begeistert von Mister Obama;..... Jedoch ( Ich wundere mich selbst ) bin Ich lernfaehig. Verglichen mit diesem (...) Romney,...(...) Besten Dank,

+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

Account gelöscht!

14.04.2012, 10:08 Uhr

Dreck an der Pfanne

Nicht nur Romney ist auf Schmusekurs mit der Waffen-Lobby. 2011 billigte die Regierung Merkel hinter dem Rücken des Parlaments Waffenlieferungen an Saudi-Arabien:

http://www.sueddeutsche.de/politik/ruestungsgeschaeft-mit-saudi-arabien-warum-merkel-zum-panzer-deal-schweigt-1.1118111

http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t367811.html

Als sie dabei erwischt wurde, wollte sie zunächst keine Auskünfte geben. Im weiteren Verlauf wurde argumentiert, man hätte bei Waffenlieferungen ein generelles Recht auf eine geheime Vorgehensweise.

Kommen gelegentlich, wie jetzt durch Günter Grass und Dirk Müller, Informationen über diese schmutzigen Geschäfte an die Öffentlichkeit, bieten die Ertappten das Bild eines aufgescheuchten Hühnerhaufens. Dann ist an den sich widersprechenden Verlautbarungen abzulesen, wie man es mit der Wahrheit hält. Oder beeinträchtigte diesmal erhöhter Blutdruck die Rechenleistung?

Erst war nur von einem U-Boot die Rede. Dann erzählte man uns, man würde 6 U-Boote verkaufen. Endlich kam heraus, daß die BRD jedes mit 135 Mio. subventioniere, was insgesamt 810 Mio. entspräche. Diese Summe deckt sich allerdings nicht mit den 1,2 Mrd., die an anderer Stelle verzapft werden. Werden mit den übrigen 390 Mio. drei weitere U-Boote subventioniert? Oder sind sie als zusätzliche Dreingabe gedacht, damit sich die Israelis die passende Munition dazu kaufen können? Welches Geschäftsmodell soll das eigentlich sein, fragt Dirk Müller:

http://www.youtube.com/watch?v=AHWuN3JpElo

Erinnert sich noch jemand an die Bar-Spende über 100.000 DM, die Schäuble von dem Waffenhändler Karlheinz Schreiber entgegengenommen hat?

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