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22.06.2017

17:36 Uhr

USA

Trump will keine armen Leute in der Regierung

Im Wahlkampf wetterte Donald Trump noch gegen Hillary Clintons Kontakte zum „Big Money“ der Wallstreet. Nun will Trump hingegen selbst ausschließlich reiche Politiker in seiner Regierung wissen.

Der US-Präsident hat bereits diverse wohlhabende Politiker in seinen Reihen. dpa

Donald Trump

Der US-Präsident hat bereits diverse wohlhabende Politiker in seinen Reihen.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat seine Vorliebe für besonders wohlhabende Politiker in seiner Regierungsmannschaft verteidigt. „Ich wurde gefragt, warum ich so viele Reiche in der Regierung habe“, sagte Trump vor Anhängern in Cedar Rapids (Iowa). „Ich habe gesagt: Weil wir genau dieses Denken wollen“, betonte der Präsident.

Mit den früheren Goldman-Sachs-Managern Gary Cohn und Wilbur Ross oder dem Medien-Investor Steven Mnuchin, der Milliarden-Erbin Betsy DeVos und dem früheren Exxon-Topmanager Rex Tillerson hat Trump Multi-Millionäre oder gar Milliardäre in seiner Regierungsmannschaft.

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„Ich liebe alle Menschen, ob arm oder reich“, sagte Trump. „Aber in diesen speziellen Positionen, da will ich schlicht keine armen Leute.“

Im Wahlkampf hatte sich Trump noch über die nach seiner Ansicht zu engen Beziehungen zwischen seiner Kontrahentin Hillary Clinton und dem „Big Money“ der Wall Street mokiert. Jetzt argumentiert er, bei wohlhabenden Investmentbanker könne man sicher sein, dass sie den Regierungsjob nicht wegen des Geldes annähmen. „Sie haben eine Menge aufgegeben“, sagte Trump.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Tomas Maidan

22.06.2017, 18:27 Uhr

Zum Kotzen. Erinnert hierzulande an Alice Weidel. Heuschrecken-Beraterin bei Allianz-Invest. Nutzt das Steuerparadies Schweiz. Hoffentlich kriegen solche Leute nicht noch mehr das Sagen.

Herr Günther Bauer

22.06.2017, 20:11 Uhr

Die Grundaussage von Trump ist ja nicht so ganz falsch: Reiche Leute (in der Regierung) sind weniger anfällig gegen Korruption weil sie ja eh schon alles (oder genügend) haben.
Das hatten sich die Athener im Nach-Perikleischen Zeitalter auch gedacht, indem sie die Verwaltungs- / Politik-Chefs bezahlt haben, um sie unanfällig gegenüber Korruptionsversuchen zu machen.
Hat aber schon damals nicht so recht funktioniert.
Cäsar meinte angeblich: "Lasst Dicke um mich sein." Dicke sind saturiert, mögen sie auch korruptionsanfällig sein - egal, aber sie machen keine Revolution gegen den Chef.
Hat auch nicht funktioniert.

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