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19.03.2017

10:01 Uhr

USA und China

Tillerson schlägt in Peking versöhnliche Töne an

Im Wahlkampf teilte Donald Trump gegen China aus, nun äußert sich seine Regierung moderater. In Gesprächen von Außenminister Rex Tillerson mit Präsident Xi Jinping tauschen beide Seiten Freundlichkeiten aus.

Bei seinem Besuch in China hat der US-Außenminister Rex Tillerson versöhnliche Töne angeschlagen. dpa

Rex Tillerson und Xi Jinping

Bei seinem Besuch in China hat der US-Außenminister Rex Tillerson versöhnliche Töne angeschlagen.

PekingBei einem Besuch in China hat US-Außenminister Rex Tillerson versöhnliche Töne angeschlagen. US-Präsident Donald Trump messe der Kommunikation mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping „sehr hohen Wert“ bei und freue sich auf ein erstes Treffen, erklärte Tillerson am Sonntag bei einem Gespräch mit Xi in Peking. Im Wahlkampf hatte Trump die chinesische Wirtschaftspolitik scharf kritisiert.

Unbestätigten Berichten zufolge wollen Trump und Xi im April in Florida zusammenkommen. Xi erklärte, China betrachte Tillersons Gespräche mit Außenminister Wang Yi vom Samstag als produktiv und konstruktiv. Sowohl Trump als auch er glaubten, dass gemeinsame Anstrengungen nötig seien, um die US-chinesische Zusammenarbeit voranzutreiben, sagte Xi.

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Am Samstag hatte Tillerson China zu einer engeren Zusammenarbeit gegenüber Nordkorea aufgefordert. Gemeinsam müssten Lösungen gefunden werden, um Pjöngjangs Atomprogramm zu stoppen, sagte er nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wang. Tags zuvor hatte der US-Außenminister in Seoul auch einen Präventivangriff gegen Nordkorea nicht mehr ausgeschlossen und gesagt: „Alle Optionen liegen auf dem Tisch“.

Trotz einiger Verstimmungen ist China nach wie vor der wichtigste Unterstützer Nordkoreas, sowohl auf diplomatischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene. Die Führung in Peking will einen Sturz von Staatschef Kim Jong Un um jeden Preis verhindern, weil dann Hunderttausende Flüchtlinge über die gemeinsame Grenze strömen und die USA und Südkorea ihre Truppen noch näher an China stationieren könnten. Das Land ruft deshalb immer wieder zur Deeskalation von beiden Seiten auf. Vergangene Woche sprach Wang von „zwei beschleunigenden Züge“, die auf einander zurasten.

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Auf seiner Tour durch Asien hatte der US-Außenminister zuvor Japan und Südkorea besucht. Dort wie in China war Nordkorea das bestimmende Thema. Auch den Territorialkonflikt im Südchinesischen Meer wollte Tillerson in Peking ansprechen, öffentlich äußerte er sich aber nicht dazu.

Von

ap

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