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10.01.2009

15:23 Uhr

International

USA und Georgien bekräftigen strategische Zusammenarbeit

Sie haben bereits Abkommen unterzeichnet. Nun ist ein weiteres dazugekommen: Die USA und Georgien versichern sich darin zum weiteren Ausbau ihrer strategischen Partnerschaft. Immer näher soll Georgien an die Nato rücken.

HB WASHINGTON. Der Vertrag sieht eine militärische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit beider Länder vor. Georgiens Außenminister Grigol Waschadse bezeichnete die Übereinkunft am Freitag als "Sprungbrett" für eine Nato-Mitgliedschaft Georgiens. US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte, das Abkommen unterstreiche, dass die USA die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der ehemaligen Sowjetrepublik unterstützten. Auch Georgiens Ziel einer Anbindung an Europa durch die Nato und andere Bündnisse befürworteten die USA. Rice fügte hinzu, das Tempo einer Integration in die Nato solle dabei von den Wünschen der Georgier abhängen sowie von der Fähigkeit Georgiens, die Anforderungen der Nato zu erfüllen.

Vor allem die USA wollten das Bündnis um jeden Preis um die Ukraine und Georgien erweitern. Russland ist jedoch gegen einen solchen Schritt. Die Beziehungen Russlands zur Nato hatten sich nach dem Fünf-Tage-Krieg um die abtrünnigen georgischen Regionen Südossetien und Abchasien deutlich verschlechtert. Auch einige europäische Nato-Mitglieder haben sich gegen eine Erweiterung des Bündnisses um die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken ausgesprochen. Am Widerstand Deutschlands war im November der Versuch der USA gescheitert, beiden Ländern eine beschleunigte Aufnahme in die Nato zu ermöglichen. Allerdings bleibt Georgien und der Ukraine die Beitrittsperspektive erhalten.

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