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27.04.2011

17:50 Uhr

USA

Weißes Haus veröffentlicht Obamas Geburtsurkunde

Um Zweifel am Geburtsort von Barack Obama auszuräumen, hat das Weiße Haus jetzt dessen vollständige Geburtsurkunde offengelegt. Politische Gegner hatten immer wieder bezweifelt, dass der Präsident auf amerikanischen Boden geboren ist.

In seiner öffentlichen Ansprache mahnte Barack Obama, dass sich die Diskussionen wieder auf politische Inhalte konzentrieren müssen. Quelle: dapd

In seiner öffentlichen Ansprache mahnte Barack Obama, dass sich die Diskussionen wieder auf politische Inhalte konzentrieren müssen.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat angesichts der anhaltenden Zweifel an seinem Geburtsort die Langfassung seiner Geburtsurkunde offengelegt. Obama will damit die Diskussion um die Rechtmäßigkeit seiner Präsidentschaft beenden. Zuletzt hatte der mögliche republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump eine Veröffentlichung gefordert und angezweifelt, dass Obama tatsächlich auf amerikanischem Boden geboren ist - eine verfassungsmäßige Voraussetzung für jeden US-Präsidenten.

„Wir haben keine Zeit für solchen Unsinn“, sagte der Präsident, kurz nachdem das Weiße Haus die Urkunde am Mittwoch veröffentlicht hatte, in einer landesweit ausgestrahlten Ansprache. Obama verwies auf große Entscheidungen zum US-Haushalt, die anstünden. Die Lösung der Probleme sei in Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Parteien möglich, würde aber nicht funktionieren, wenn man abgelenkt sei, sagte Obama. Es sei nötig, jetzt wieder wichtige Themen anzugehen. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, die Angelegenheit durch seine persönliche Aufmerksamkeit selbst hochgespielt zu haben.

Aus der Urkunde geht hervor, dass der Präsident als Sohn einer Amerikanerin und eines Kenianers auf Hawaii geboren wurde. Obama hatte bereits vor seiner Wahl 2008 eine standardmäßige Kurzfassung der Geburtsurkunde veröffentlicht. Angesichts der anhaltenden Fragen hatte er schließlich aber auch Kopien der detaillierten Version auf Hawaii angefordert. Seine persönliche Beraterin, Judith Corley, war eigens dorthin gereist, um die Dokumente abzuholen.

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