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31.07.2013

16:28 Uhr

USA

Wirtschaft präsentiert sich robuster als gedacht

In den USA sorgt unter anderem der Wohnungsbau für ein neuerdings starkes Wirtschaftswachstum. Das zweite Quartal sorgt für strahlende Gesichter. Die Fed könnte schon bald von der ultra-lockeren Geldpolitik abrücken.

Die US-Wirtschaft ist wieder auf dem Vormarsch. ap

Die US-Wirtschaft ist wieder auf dem Vormarsch.

WashingtonDie US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet und bietet der Notenbank Spielraum für eine künftig etwas straffere Geldpolitik. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen April und Juni mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,7 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Von Reuters befragte Experten äußerten sich überrascht, da sie im Schnitt nur mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet hatten. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaft laut nach unten revidierten Daten allerdings nur um 1,1 Prozent zugelegt.

Die US-Börsen gingen mit leichten Kursgewinnen in den Handel. Die Wachstumsdaten für das zweite Quartal untermauerten die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve bald von ihrer ultra-lockeren Geldpolitik abrücken könnte, hieß es auch unter Börsianern in Frankfurt. Der Euro fiel nach Veröffentlichung der Daten auf 1,3224 Dollar nach 1,3262 Dollar am Vorabend in New York.

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Impulse für das US-Wachstum lieferten Investitionen in den Wohnungsbau und die Lagerhaltung. Dennoch zeigt sich, dass die Wirtschaft nunmehr das dritte Quartal in Folge die Wachstumsmarke von zwei Prozent verfehlte. Damit gilt der Aufschwung noch immer als zu schwach, um eine durchgreifende Wende am Arbeitsmarkt herbeizuführen. Die Staatsausgaben blieben in etwa auf dem Niveau des Vorquartals und die US-Lagerbestände lieferten positive Wachstumsimpulse. „Das hinterlässt jedoch gewisse Bauchschmerzen, denn beide Komponenten können im nächsten Quartal entsprechend negativ enttäuschen“, meint Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Für die Notenbank dürfte die Zahl aus seiner Sicht kaum eine richtungweisende Größe sein. Die Währungshüter würden weiterhin die Entwicklung am Arbeitsmarkt mit Argusaugen beobachten.

Die Wachstumszahlen wurden wenige Stunden vor dem anstehenden Zinsbeschluss der US-Notenbank bekannt. Diese erwägt bei einer durchgreifenden konjunkturellen Erholung ein Zurückfahren ihrer monatlichen Konjunkturhilfen im Volumen von derzeit 85 Milliarden Dollar. Fed-Chef Ben Bernanke kann sich vorstellen, noch dieses Jahr mit dem Ausstieg zu beginnen und das Programm Mitte kommenden Jahres auslaufen zu lassen. Der Kurs sei aber nicht vorab festgelegt, betonte der Notenbanker jüngst.

Kommentare (4)

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Gast

31.07.2013, 16:34 Uhr

War es für diesen Monat schon, dass die BIP Berechnung neu gestaltet wurde? Damit alles nicht mehr so schlecht aussieht. Und wie war das gleich wieder mit dem Häuserbau, bei dem gerade die Sub-Primes wieder gewaltig angeworfen wurden?

Sicher alles nur in meinem Kopf.

Account gelöscht!

31.07.2013, 16:42 Uhr

@Gast

Sehr guter Punkt - beides (zudem kauft die FED ja nicht nur ihre monatliche Ration Treasuries sondern auch Hypothekenpapiere auf - um den Markt "anzukurbeln" und einen Scheinaufschwung zu generieren - das Ganze, was wir schon bis 2007 hatten).

Die USA ist eine Schwindel-Wirtschaft - ein gigantischen Ponzi-System. Sie sind verdammt weiterzuschwindeln, weil sobald die Wahrheit herauskommt, crasht das GANZE wie jedes Schneeballsystem zuvor auch.

Das ist wohl auch der Hauptgrund warum die US-gesteuerten Medien seit ca. 4 Jahren auf Euroland einhämmern (nicht daß wir es nicht ebenfalls verdienen würden): es soll von den US-Problemen abgelenkt werden, die plötzlich März 2009 "weggezaubert" wurden (durch Änderung der Bankbilanzierung).

Auf Dauer kann man aber mit Schwindeln nur reich werden, wenn man genug Dumme findet, die darauf hereinfallen und einem das im wahrsten Sinne des Wortes "abkaufen". Nur Idioten passiert dies zwei Mal in Folge!

Account gelöscht!

31.07.2013, 16:44 Uhr

@Gast
..frag doch mal den smarten Herren oben auf dem Foto ! Sieht wirklich nett aus

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