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02.06.2014

06:49 Uhr

USA wollen CO2-Ausstoß senken

Präsident Obama versucht sich als Klimaretter

Die US-Regierung will die CO2-Emmissionen drastisch senken. Präsident Obama plant offenbar, den Ausstoß von Kraftwerken bis 2030 um 30 Prozent zu drosseln. Ein ambitioniertes Ziel, das vor allem Kohlekraftwerke trifft.

Rund 600 Kohlekraftwerke, die vergleichsweise viel CO2 ausstoßen, wären in den USA von den Pläne betroffen. ap

Rund 600 Kohlekraftwerke, die vergleichsweise viel CO2 ausstoßen, wären in den USA von den Pläne betroffen.

WashingtonDie US-Regierung will den CO2-Ausstoß heimischer Kraftwerke offenbar mit einer neuen Verordnung bis 2030 um 30 Prozent senken. Ein entsprechender Regelentwurf soll am Montag von der Umweltschutzbehörde EPA präsentiert und binnen eines Jahres anwendungsbereit gemacht werden, wie das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“ berichteten. Als Basis für die Berechnung der Kohlendioxid-Emissionen diene das Jahr 2005. Das Präsidialamt und die EPA wollten das Vorhaben zunächst nicht bestätigen. Im vergangenen Jahr war der CO2-Ausstoß offiziellen Angaben zufolge bereits um mehr als zehn Prozent unter das Niveau von 2005 gesunken.

Den einzelnen Bundesstaaten soll es den Berichten zufolge überlassen bleiben, ob sie die CO2-Ziele durch Handel mit Verschmutzungsrechten, mehr grüne Energien oder moderne Einsparungstechnik erreichen wollen. Zwar bekämen die Bundesstaaten unterschiedliche Ziele vorgegeben, bis 2020 solle der landesweite Durchschnitt aber bei minus 25 Prozent und bis 2030 bei 30 Prozent liegen. Laut „Washington Post“ würde das einen Rückgang von fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid bedeuten.

Damit würde es sich um das bislang ambitionierteste Klimaschutzprojekt von US-Präsident Barack Obama handeln. Bei seinem Amtsantritt im Jahr 2009 hatte er versprochen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 17 Prozent zu drosseln. Sollten die neuen EPA-Regeln noch vor der internationalen Klimakonferenz Ende 2015 in Paris in Kraft treten, wäre dies ein bedeutender Achtungserfolg für den US-Präsidenten.

Von den Plänen wären mehrere hundert Kraftwerke betroffen, darunter alleine rund 600 Kohlekraftwerke, die vergleichsweise viel CO2 ausstoßen. Etwa 40 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen in den USA gehen auf Kraftwerke zurück. Ihren Strom gewinnt die größte Volkswirtschaft der Welt vor allem aus Kohle (37 Prozent), Erdgas (30 Prozent) und Atomkraft (19 Prozent).

Allerdings machen viele Republikaner im US-Kongress und die Industrielobby beharrlich Front gegen jegliche Klimaschutzvorgaben für die Wirtschaft, weil damit nach ihrer Darstellung unzählige Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt werden. Einige Republikaner zweifeln den Klimawandel offen an, andere stellen zumindest in Frage, ob der Mensch selbst schuld ist an der Erderwärmung.

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„Eine CO2-arme Wirtschaft mit sauberer Energie kann ein Wachstumsmotor für die kommenden Jahrzehnte sein“, sagte Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Radio- und Internetbotschaft an die US-Bevölkerung. „Wir begrenzen die Menge giftiger Chemikalien wie Quecksilber, Schwefel und Arsen, die Kraftwerke in die Luft blasen oder ins Wasser leiten dürfen.“ Für Kohlendioxid-Emissionen gebe es aber keine derartige Grenze, sagte Obama. „Das ist nicht klug, nicht sicher, und es macht keinen Sinn.“

Kommentare (6)

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02.06.2014, 07:46 Uhr

Und immer weiter gehen die Lügen....
Wann raffen sich die trägen, gehirngewaschenen Menschen endlich auf und jagen all diese korrupten und verlogenen Politiker zum Teufel ???
Es ist unglaublich was sich auf diesem Planeten abspielt ....

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02.06.2014, 08:32 Uhr

Zitat:
"Laut „Washington Post“ würde das einen Rückgang von fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid bedeuten."
Diese Zahl kann nicht stimmen, 5 Mio. Tonnen CO2 entsprechen ungefähr dem jährlichen Ausstoß eines mittelgroßen Kohlekraftwerkes.

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02.06.2014, 08:41 Uhr

Die Aufgabe eines Naturwissenschaftlers ist es, die Wirklichkeit so zu beschreiben, wie sie ist. Wenn die Wirklichkeit nicht mit seinen Theorien übereinstimmt, hat er nicht das Recht, wie einst Hegel zu sagen: "Um so schlimmer für die Wirklichkeit." Er muss statt dessen seine Theorien korrigieren.

Nun zur Wirklichkeit:

Seit der 2. Hälfte der neunziger Jahre ist der Durchschnitt der gemessenen Temperaturen auf der Erde nicht mehr gestiegen.

Der CO2-Gehalt der Atmosphäre jedoch hat sich in diesem Zeitraum von etwa 380 ppm auf heute etwa 400 ppm erhöht.

Die Meereisausdehnung in der Arktis bewegt sich zur Zeit im Mittel des langjährigen Durchschnitts, während die Vereisung in der Antarktis von Rekord zu Rekord strebt.

All dies sind Fakten. Ich verzichte auf die Beleglinks, damit der Beitrag nicht mit der Begründung, dass Kommentare keine Werbeflächen seien, gelöscht werden kann.

Ein alarmistischer Klimawissenschaftler hätte angesichts dieser Fakten die Aufgabe, seine Theorien, die eine Erderwärmung auf Grund von CO2 unterstellen, kritisch zu hinterfragen. Einzelne tun das. Die Politik aber geht unbeirrt weiter in die Irre.

In Deutschland ist die AfD die einzige nennenswerte politische Kraft, die in ihren programmatischen Aussagen das Dogma der CO2-induzierten Erderwärmung in Frage stellt. Sie fordert daher konsequent die Abschaffung des EEG.

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