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19.11.2014

15:08 Uhr

Valérie Trierweiler

Ex-Première-Dame sahnt mit Hollande-Buch ab

Im September veröffentlichte Valérie Trierweiler „Merci pour ce moment“. In dem Buch rechnet sie mit ihrem langjährigen Lebenspartner François Hollande ab. Das Werk sorgt für viel Aufsehen – und macht die Autorin reich.

In ihrem Buch lässt Frankreichs Ex-Première-Dame Valérie Trierweiler Staatschef François Hollande nicht immer gut aussehen. AFP

In ihrem Buch lässt Frankreichs Ex-Première-Dame Valérie Trierweiler Staatschef François Hollande nicht immer gut aussehen.

ParisFrankreichs Ex-Première-Dame Valérie Trierweiler verdient sich mit ihrem Skandal-Buch über ihre Zeit mit Staatschef François Hollande eine goldene Nase: Ihr Verleger Laurent Beccaria bestätigte am Mittwoch im Sender Europe 1 Medienberichte, wonach Trierweiler zwischen 1,3 und 1,7 Millionen Euro kassieren wird. „Das bewegt sich in diesem Bereich, vor Steuern.“ Das Geld werde die 49-Jährige aber erst „in einem Jahr“ bekommen, sagte der Leiter des Verlags Arènes.

Trierweiler hatte Anfang September ihr Buch „Merci pour ce moment“ (deutsch: „Danke für diese Zeit“) veröffentlicht, eine Abrechnung mit ihrem langjährigen Lebenspartner Hollande. In dem Buch schreibt die Journalistin über den Beginn der Liebesbeziehung mit Hollande, die schleichende Entfremdung im Präsidentschaftswahlkampf und im Elysée-Palast, die schmerzhafte Trennung nach dem Auffliegen von Hollandes Liebesaffäre mit der Schauspielerin Julie Gayet – und über angebliche stürmische Rückeroberungsversuche des Staatschefs.

Das Buch fand sofort reißenden Absatz und sorgte weit über die Grenzen von Frankreich hinaus für Aufsehen und Schlagzeilen.

Warum Frankreich in der Krise steckt

Arbeitslosigkeit

Eines der sichtbarsten Probleme ist die Arbeitslosigkeit im Land. Sie bewegt sich seit Monaten auf Rekordniveau. Zuletzt waren fast 3,4 Millionen Menschen ohne Job. Damit liegt die Quote fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Wachstum

Gleichzeitig kommt das Wachstum in der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nicht in Gang. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres stagnierte die Wirtschaft sogar.

Handelsdefizit

Zudem hat Frankreich eine negative Bilanz beim Austausch mit anderen Wirtschaftsnationen. Das Außenhandelsdefizit lag im ersten Halbjahr 2014 bei 29,2 Milliarden Euro.

Sparprogramm

Im Kampf gegen die Krise hat sich die Regierung ein Sparprogramm vorgenommen. Bis 2017 plant Paris Einsparungen in Höhe von 50 Milliarden Euro.

Neuverschuldung

Es ist fraglich, ob Frankreich wie zugesagt im kommenden Jahr das EU-Defizitkriterium wird einhalten können. Demnach darf die Neuverschuldung nicht mehr als drei Prozent der Wirtschaftskraft betragen. An dieser Hürde war Frankreich in den vergangenen Jahren stets gescheitert.

Der Sozialist kommt in dem Buch häufig nicht gut weg: Unter anderem wirft ihm Trierweiler vor, arme Menschen als „Zahnlose“ verspottet zu haben. Der Präsident hatte sich im Januar nach dem Bekanntwerden seiner Liebesaffäre von Trierweiler getrennt, mit der er seit Jahren liiert, aber nicht verheiratet war.

Von

afp

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