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18.04.2012

10:37 Uhr

Valérie Trierweiler

Von der Journalistin zur First Lady?

Jahrelang berichtete Valerie Trierweiler über die französische Spitzenpolitik, bald könnte sie selbst zu diesem Kreis gehören. Doch eine typische First Lady wird die Frau an Francois Hollandes Seite wohl nicht werden.

Valerie Trierweiler könnte bald Frankreichs neue First Lady werden. dpa

Valerie Trierweiler könnte bald Frankreichs neue First Lady werden.

Paris„Macht hat mich noch nie beeindruckt.“ Die Frau, die so kühl und selbstbewusst über Politiker spricht, kennt die französischen Führungszirkel nur zu gut. Als Politikjournalistin begleitete und beobachtete Valérie Trierweiler 20 Jahre lang die Spitzenrepräsentanten des Staates. Nun könnte die 47-Jährige selbst zur „First Lady“ aufsteigen: Ihr Lebensgefährte, der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande, wird allen Umfragen zufolge Anfang Mai als Sieger aus der Stichwahl gegen Präsident Nicolas Sarkozy hervorgehen.

Ähnlich wie einst die sozialistische Präsidentengattin Danielle Mitterrand würde sich Trierweiler wohl kaum damit begnügen, Wohltätigkeits-Tombolas und Dinner-Abende im Elysée-Palast zu veranstalten. Bisher verrät sie aber nicht, wie sie sich ihre Rolle an der Seite eines Präsidenten vorstellt: „Das ist etwas so Schwindelerregendes... Ich denke lieber gar nicht darüber nach“, sagte Trierweiler kürzlich in einem Interview. Ohnehin wisse sie schon manchmal „nicht mehr so genau, wer ich bin“.

Die aus dem westfranzösischen Angers aus einer Familie mit sechs Kindern stammende Trierweiler ist stolz auf das, was sie erreicht hat. Ihre Mutter hatte als Kassiererin einer Eisbahn arbeiten müssen, um die Familie durchzubringen, denn ihr Vater hatte durch eine Kriegsgranate ein Bein verloren. „Arbeitet, seid erfolgreich und habt einen Beruf“, hämmerte die Mutter ihren Kindern ein. Valérie folgte dem Rat und legte 1988 ein Diplom an der renommierten Pariser Politikfakultät ab.

Die ehrgeizige junge Frau machte rasch Karriere. 1989 begann sie beim Massenblatt „Paris Match“ zu arbeiten, zuständig für die Sozialisten. Schon damals lernte sie Hollande kennen, der als Abgeordneter ins Parlament einzog und später Parteichef wurde.

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