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01.09.2016

13:23 Uhr

Vater des ertrunkenen Aylan

„Das Sterben geht weiter und keiner tut etwas“

Es war ein Bild, das um die Welt ging: Bei seiner Flucht aus Syrien stirbt der dreijährige Aylan auf dem Weg nach Europa. Seitdem habe sich trotz aller Versprechen nichts geändert, kritisiert sein Vater.

Offiziere der türkischen Küstenwache finden den kleinen Aylan am Strand von Bodrum. AP

Verstorben auf der Flucht

Offiziere der türkischen Küstenwache finden den kleinen Aylan am Strand von Bodrum.

BerlinDer Vater des ertrunkenen Dreijährigen Aylan Kurdi, dessen Bild im vergangenen Jahr um die Welt ging, hat die Flüchtlingspolitik in Europa scharf kritisiert. „Die Politiker haben nach dem Tod meiner Familie gesagt: Nie wieder! Alle wollten angeblich etwas tun wegen des Fotos, das sie so berührt hat. Aber was passiert denn jetzt? Das Sterben geht weiter und keiner tut etwas“, sagte Abdullah Kurdi der „Bild“-Zeitung (Donnerstag)..

Kurdi hatte auf der Flucht aus Syrien Anfang September 2015 seine Frau und seine beiden Söhne verloren. Die Bilder des ertrunkenen Jungen an einem türkischen Strand lösten eine Welle der Empörung aus. Trotzdem habe das Bild nicht viel verändert, kritisierte Kurdi. „Ich kann diese Bilder, die mich an unseren Horror erinnern, kaum ansehen. Wie ist es möglich, dass diese Dramen immer und immer wieder passieren?“ sagte Kurdi weiter. Inzwischen lebt er in Erbil im Nordirak.

Von

dpa

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