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14.01.2007

14:27 Uhr

Venezuela

Ahmadinedschad bietet Nicaragua Hilfe an

Die erklärten US-Gegner Venezuela und Iran haben ihre so genannte „strategische Allianz“ gestärkt. Beim zweiten Staatsbesuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad innerhalb von vier Monaten wurden am Samstagabend (Ortszeit) elf neue bilaterale Abkommen und auch eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet.

Ahmadinedschad und Chavez dpa

Venezuelas Präsident Hugo Chavez (r.) bei der Begrüßung von Mahmud Ahmadinedschad in Caracas.

dpa MANAGUA. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will die neue nicaraguanische Regierung mit Investitionen und Wirtschaftshilfe unterstützen. Nach einem Gespräch mit dem sandinistischen Regierungschef Daniel Ortega sagte Ahmadinedschad, beide Länder hätten „gemeinsame Interessen und gemeinsame Feinde“.

Der iranische Präsident, ein erklärter Gegner der USA, und der frühere Revolutionär Ortega unterzeichneten am Sonntagabend ein Abkommen über den Beginn der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

Die Abkommen sehen unter anderem die Hilfe Irans beim Bau von Wasserkraftwerken, Zement- und Autofabriken vor. Außerdem will das seit einigen Tagen von den linken Sandinisten beherrschte Nicaragua mit iranischer Unterstürzung seine Häfen ausbauen und die Landwirtschaft industrialisieren.

Ortega bezeichnete die Hilfe des Iran am Sonntagnachmittag in einer gemeinsamen Pressekonferenz als unschätzbar. Sie werde die Probleme des verarmten mittelamerikanischen Landes langfristig lösen.

Ahmadinedschad sagte, die Armut und die Gewalt in der Welt seien die Folge „der schlechten Verwaltung der Mächte und des weltweiten Imperialismus.“ Beide Länder vereinbarten die Eröffnung einer Botschaft im jeweils anderen Land. Ahmadinedschad will sich für einen Erlass der nicaraguanischen Schulden im Iran einsetzen.

Am Abend (Ortszeit) reiste der iranische Präsident weiter nach Ecuador. Dort wird er heute an der Amtseinführung des linken Präsidenten Rafael Correa teilnehmen.

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