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17.02.2014

07:36 Uhr

Venezuela

Angestellte des US-Konsulats aus dem Land geworfen

Die Unruhen in Venezuela befeuern neue diplomatische Spannungen im Verhältnis zur USA. Präsident Maduro wittert hinter den Protesten mit drei Toten eine Verschwörung, und verweist Angestellte des US-Konsulats des Landes.

Im Vorfeld hatte Venezuelas Präsident Maduro die USA mehrfach beschuldigt, mit der Opposition unter einer Decke zu stecken. Washington weist die Vorwürfe zurück. dpa

Im Vorfeld hatte Venezuelas Präsident Maduro die USA mehrfach beschuldigt, mit der Opposition unter einer Decke zu stecken. Washington weist die Vorwürfe zurück.

CaracasNach den gewaltsamen Protesten verschärft Venezuela die Gangart gegenüber den USA: Die Regierung verwies drei Angestellte des US-Konsulats des Landes. Präsident Nicolás Maduro erklärte in einer Fernsehansprache am Sonntag, die nicht näher identifizierten Personen hätten die Universitäten unter dem Deckmantel konsularischer Arbeit infiltriert. Darauf deuteten geheimdienstliche Ermittlungen der vergangenen zwei Monate hin.

Als Auslöser der Ausweisungen gilt die Fürsprache Washingtons für den untergetauchten Oppositionsführer Leopoldo López. Ihm werfen die Behörden vor, bei jüngsten regierungskritischen Protesten zu Gewalt aufgerufen und eine „faschistische“ Verschwörung zum Sturz der sozialistischen Regierung angeführt zu haben.

Im Vorfeld hatte Maduro die USA mehrfach beschuldigt, mit der Opposition unter einer Decke zu stecken. Washington weist die Vorwürfe zurück.

Auch der gesuchte Oppositionsführer López verwahrte sich gegen die Anschuldigungen. In einem an einem unbekannten Ort aufgenommenen Video kündigte er am Sonntag an, sich dennoch den Behörden stellen zu wollen - sobald er noch eine weitere Demonstration organisiert habe. Seine Anhänger sollten am kommenden Dienstag in weißen Hemden friedlich mit ihm zum Innenministerium marschieren. Dort angekommen, werde er eine Petition überreichen, in der lückenlose Ermittlungen zum Tod dreier Menschen bei den gewaltsamen Demonstrationen gefordert würden.

„Ich habe kein Verbrechen begangen“, sagte López weiter. Vielmehr warf er der Regierung den Versuch vor, sein in der Verfassung verbrieftes Recht auf Proteste gegen Präsident Maduro zu verletzen. López war seit einer Pressekonferenz am Mittwoch nicht mehr gesehen worden.

Proteste gegen Maduro: Tote bei Demonstrationen in Venezuela

Proteste gegen Maduro

Tote bei Demonstrationen in Venezuela

Bei Auseinandersetzungen nach Demonstrationen in Caracas kamen drei Menschen ums Leben. Auch in anderen Teilen von Venezuela protestierten Tausende gegen soziale Ungerechtigkeit und die zunehmende Kriminalität.

Maduro legte später in seiner TV-Ansprache nach und erklärte, der venezolanische Botschafter bei der Organisation der Amerikanischen Staaten in Washington habe einen Anruf vom US-Außenministerium erhalten. Darin habe man vor negativen internationalen Konsequenzen für seine Regierung gewarnt, wenn López tatsächlich verhaftet werde. Maduro sagte, Venezuela werde Drohungen gegen seine Souveränität nicht hinnehmen.

Zudem rief Maduro seinerseits Arbeiter der Ölindustrie zu einer Gegendemonstration auf. Sie sollten ihren Marsch am selben zentralen Platz in der Hauptstadt Caracas beginnen, an dem auch López seine Anhänger sammeln wolle, sagte der Präsident.

López führte vergangene Woche die größte Protestaktion gegen Maduro in dessen zehnmonatigen Amtszeit an. Allein am Mittwoch mobilisierte der Oppositionelle mehr als 10 000 Menschen, die zunächst friedlich gegen Probleme wie grassierende Kriminalität und die überbordende Inflation protestierten. Nach der Kundgebung kam es jedoch zu scheren Straßenschlachten zwischen Studenten und Sicherheitskräften sowie bewaffneten regierungsnahen Milizen. Drei Menschen kamen ums Leben.

Von

ap

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.02.2014, 14:11 Uhr

SOS Venezuela! Venezuela braucht Ihre Hilfe. Die Demokratie liegt hier in den allerletzten Zügen und wenn es diesmal wieder nicht gelingt(wie nach der Präsidentschaftswahl, dass die Welt sich zu dem äussert, was hier geschieht, ist es endgültig aus. Die Chavistas kontrollieren alle TV-Sender und fast alle Zeitungen sowie sämtliche Institutionen, deren Aufgabe es eigentlich wäre, die Regierung zu kontrollieren. Dieses Interpretationsmonopol auf was Recht und die öffentliche Meinung ist, macht es fast unmöglich in diesem Land etwas zu verändern. Die Weltgemeinschaft muss klare Worte finden, um dieses Meinungsmonopol zu durchbrechen. In Kolumbien hat der ehemalige Präsident Uribe eine Unterschriftenaktion für Venezuela ins Leben gerufen, um das internationale Schweigen zu durchbrechen.
Interessieren Sie sich für Venezuela! http://www.bloomberg.com/news/2014-02-13/let-s-watch-venezuela-destroy-itself.html Ana Mercedes Diaz über die Zustände hier http://www.youtube.com/watch?v=XuZoq_waiC4&feature=youtube_gdata_player Die Aktion von Uribe http://www.infobae.com/2014/02/16/1544051-uribe-lanzo-una-campana-un-millon-firmas-contra-la-dictadura-sanguinaria-venezuela Wer sorgt hier für Gewalt in den Demonstrationen? https://www.youtube.com/watch?v=y8QOjyG6_KQ&feature=youtube_gdata_player Das Begräbnis des getöteten sogenannten Regierungsanhängers: http://www.bbc.co.uk/mundo/noticias/2014/02/140215_venezuela_protestas_funeral_juancho_monotya_dp.shtml Der Versuch einer Rekonstruktion dessen was zum Tod der Demonstranten geführt hat http://www.ultimasnoticias.com.ve/noticias/actualidad/investigacion/exclusiva---a-tiro-limpio-repelieron-manifestacion.aspx Wie die Studenten in der Haft behandelt wurden: http://www.el-nacional.com/politica/Estudiantes-detenidos-torturados-incomunicados_0_355164768.html Das Tränengas im Einsatz ist ist der Kriegskampfstoff ADAMSIT (Diphenylaminchlorarsin, bzw. Phenarsazinchlorid). Helfen Sie mit! Interessieren Sie sich für Venezuela!

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