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13.03.2014

04:45 Uhr

Venezuela

Erneut Tote bei Protesten gegen die Regierung

Keine Entspannung in Venezuela: Wieder demonstrieren Massen gegen die Regierung, wieder kommt es zu Toten. Vier Menschen sterben, über zehn werden verletzt. Maduros Kabinett will über „drastische Maßnahmen“ beraten.

Vier Tote in Venezuela: Die Proteste gegen die Regierung nehmen kein Ende. AFP

Vier Tote in Venezuela: Die Proteste gegen die Regierung nehmen kein Ende.

CaracasDie Proteste gegen Venezuelas linke Regierung haben erneut mehrere Todesopfer gefordert. In der westvenezolanischen Stadt Valencia starben am Mittwoch vier Menschen, darunter ein Kind und ein Mitglied der militarisierten Polizei Guardia Nacional. Die genauen Hintergründe der Taten sind noch unklar.

Staatschef Nicolás Maduro machte in zwei Fällen Scharfschützen für die Taten verantwortlich und kündigte angesichts der neuen Opfer eine Sitzung des Sicherheitskabinetts an. Bei den landesweiten Protesten starben damit seit 12. Februar mindestens 27 Menschen.

Nach einem Zeitungsbericht war das eine Opfer ein 22-jähriger Student. Männer auf Motorrädern hätten in der Nähe seiner Wohnung das Feuer auf ihn eröffnet. Es blieb unklar, ob der junge Mann zur Protestbewegung gehört, die gegen die Regierung von Maduro demonstriert.

Später teilte der Bürgermeister der Stadt mit, dass auch ein 42 Jahre alter Mann getötet worden sei. Er sei erschossen worden, als er gerade die Wand seines Hauses gestrichen habe. Der Gouverneur des Staates Carabobo, Francisco Ameliach, erklärte zudem, ein Mitglied der Nationalgarde sei in Valencia getötet worden.

Maduro kündigte ein Treffen seines Sicherheitskabinetts an. „Ich werde drastische Maßnahen ergreifen gegen alle, die das venezolanische Volk angreifen und töten“, sagte er.

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Der südamerikanische Staatenbund Unasur versucht derweil zu vermitteln und bei der Wiederherstellung des politischen Dialogs helfen. Die Unasur-Außenminister beschlossen am Mittwoch in Santiago de Chile, bis Anfang April eine Kommission nach Caracas zu entsenden. Diese soll „Begleitung, Unterstützung und Beratung“ beim Aufbau eines konstruktiven Dialogs aller „politischen und sozialen Kräfte“ bieten, wie das Nachrichtenportal Emol unter Berufung auf eine Unasur-Mitteilung berichtete.

In Washington ließ US-Außenminister John Kerry offen, ob die USA Sanktionen gegen das südamerikanische Land einleiten. Angesichts der wirtschaftlichen Probleme Venezuelas sei das möglicherweise nicht angemessen. Der US-Senat sprach sich am Abend einstimmig für eine Resolution aus, mit der Präsident Barack Obama aufgefordert wird, Visa für diejenigen zu verweigern, die für Menschenrechtsverletzungen in Venezuela verantwortlich seien, und die Vermögen dieser Personen einzufrieren.

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