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15.04.2013

09:00 Uhr

Venezuela

Knapper Wahlsieg für Chávez-Kandidat Maduro

Kein Machtwechsel in Venezuela: Mit knapper Mehrheit gewinnt Chávez-Liebling Maduro die Präsidentschaftswahl. Damit bleibt das Land rot. Doch Oppositionskandidat Capriles fordert eine neue Auszählung aller Stimmen.

Chavez-Nachfolger

Maduro gewinnt Wahl in Venezuela

Chavez-Nachfolger: Maduro gewinnt Wahl in Venezuela

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Caracas In Venezuela hat der Wunschkandidat des gestorbenen Staatschefs Hugo Chávez die Präsidentschaftswahl mit äußerst knappem Vorsprung vor der Opposition gewonnen. Interimspräsident Nicolás Maduro, der das Erbe des Anfang März an Krebs gestorbenen Comandante antritt, will dessen sozialistischen Kurs fortführen. Die Opposition erlitt hingegen am Sonntag (Ortszeit) ihre dritte Wahlschlappe in Folge innerhalb von sechs Monaten. Ihr Kandidat Henrique Capriles Radonski sprach von Wahlbetrug und erkannte das Ergebnis nicht an.

Nach Angaben der Wahlbehörde CNE kam Maduro nach Auszählung von über 99 Prozent der Stimmen auf 50,66 Prozent. Für Capriles stimmten 49,07 Prozent. Zum Machtwechsel fehlten ihm nur rund 235 000 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,71 Prozent. Der Gouverneur von Miranda war bei der Wahl im Oktober 2012 gegen Chávez bereits auf starke 44 Prozent gekommen, hatte sich aber dem damaligen Amtsinhaber mit 55 Prozent geschlagen geben müssen.

„Er ist nicht tot“: Hugo Chávez auf dem Weg zum Volksmythos

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Viele Venezolaner wollen nicht glauben, dass er fort ist.

Maduro betonte nach der Wahl: „Heute können wir sagen, dass wir einen legalen, verfassungsmäßigen Sieg (errungen) haben.“ Der Sozialist war einer der engsten Weggefährten von Chávez. Von 2006 bis 2012 war er Außenminister, dann Vize-Präsident und nach dem Tod von Chávez Interimspräsident. Der Gewerkschafter und frühere Busfahrer tritt ein schwieriges Erbe an. Zwar verfügt Venezuela über eine der weltweit größten Erdölreserven. Doch hat Venezuela auch mit einer hohen Inflationsrate von über 20 Prozent und einer zum Teil maroden Infrastruktur zu kämpfen.

Venezuelas Opposition erkannte den Regierungssieg nicht an. Capriles machte klar, dass es keinen Pakt zwischen ihm und Maduro gebe. „Ich paktiere weder mit der Lüge noch mit der Korruption“, sagte der 40-Jährige in der Nacht zum Montag. Er forderte eine umfassende Überprüfung des Wahlergebnisses und eine erneute Auszählung aller Stimmen. Es gebe zudem 3000 Meldungen über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl.

Maduro & Capriles: Venezuelas Kandidaten im Vergleich

Maduro & Capriles

Venezuelas Kandidaten im Vergleich

Der eine ist Ex-Busfahrer nimmt Kurs auf Präsidentenpalast, der andere kämpft für den Kurswechsel. Nicolás Maduro und Henrique Capriles wollen beide Venezuelas Ex-Präsidenten Hugo Chávez beerben.

Glückwünsche kamen dagegen kurz nach Mitteilung der Ergebnisse von befreundeten Regierungen in Südamerika. „Ruhm für das tapfere venezolanische Volk, das das Joch besiegt hat. Glückwunsch Präsident Maduro. Comandante Chávez: Venezuela kehrt nie mehr in die Vergangenheit zurück“, twitterte Ecuadors Staatschef Rafael Correa. Und Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner schrieb: „Glückwünsche an den neuen Präsidenten Nicolás Maduro. Andenken und Dankbarkeit für immer an den Freund und Genossen Hugo Chávez.“

Kommentare (5)

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roterkaufmann

15.04.2013, 10:16 Uhr

glückwunsch nach venezuela!

wir werden hugo chavez weg zum sozialismus des 21. jahrhunderts gemeinsam mit den linksregierungen südamerikas weitergehen.

Ordentlicher_Kaufmann

15.04.2013, 10:26 Uhr

Trauriges Ergebnis für Venezuela!

Das Land hat eine Chance verpasst, die Mißwirtschaft des Hugo Chavez endlich zu beenden. Eine billige Kopie regiert nun weiter und Chaos, Mord und Totschlag, Korruption usw. werden weiter an der Tagesordnung bleiben.

wanze1958

15.04.2013, 10:27 Uhr

Die Zeit wird den Chavizmus besiegen. Chavez hat im wesentlichen die Petrodollars ans Volk verteilt. Das Öl ist endlich und da muß den Verantwortlichen langzeitig etwas neues einfallen. Die Wirtschaftsleistung des Landes befindet sich im freien Fall und Kriminalität und Sicherheit ebenfalls. Das kann auf die Dauer nicht gutgehen. Nicht umsonst erhielt der Gegenkandidat fast glech viele Stimmen. Der Wechsel kommt früher oder später.

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