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12.06.2017

09:55 Uhr

Venezuela

Oppositionsführer ruft Soldaten zur Rebellion auf

Der venezolanische Oppositionsführer Leopoldo López wendet sich per Twitter-Video an die Soldaten des Landes. Er versucht, eine Rebellion gegen die Regierung anzuzetteln, gegen die seit zwei Monaten protestiert wird.

Bei den gewaltsamen Demonstrationen kommt es immer wieder zu Todesopfern. Reuters

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Bei den gewaltsamen Demonstrationen kommt es immer wieder zu Todesopfern.

CaracasIn einer Botschaft aus dem Gefängnis hat der venezolanischer Oppositionsführer Leopoldo López die Soldaten im Land aufgefordert, sich der Regierung zu widersetzen. Rebellion sei verfassungskonform, wenn die Regierung die Menschen unterdrücke, sagte López in einer am Sonntag auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft: „Ihr habt das Recht und die Pflicht, euch aufzulehnen, gegen Anordnungen zu rebellieren, die versuchen, das venezolanische Volk zu unterdrücken, zu rebellieren, um die Verfassung einzuhalten.“

Es ist bereits das zweite Video von einem in einem Militärgefängnis inhaftierten Politiker, das in den vergangenen Wochen an die Öffentlichkeit gelangt ist. Auch die Armee wolle Freiheit und Demokratie, so López weiter. Er habe diesen Eindruck bei Gesprächen mit Militärs bekommen.

Bei den seit zwei Monaten andauernden Protesten gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro wurden bislang Dutzende Menschen getötet. Die Demonstranten fordern Maduros Rücktritt. Sie machen ihn für die schwere Wirtschaftskrise verantwortlich und werfen ihm vor, er wolle Venezuela zu einer Diktatur machen.

Venezuela: Wieder Todesopfer bei gewaltsamen Protesten

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Die Proteste gegen Präsident Maduro fordern immer wieder Todesopfer. Nun kam ein 17-Jähriger bei den sozialen Unruhen ums Leben. Damit steigt die Opferzahl seit Beginn der Proteste im April auf nun 66.

López, der Chef der Partei Voluntad Popular (Volkswille), verbüßt wegen angeblicher Anstachelung zu Gewalt bei regierungskritischen Protesten eine fast 14-jährige Haftstrafe. 2014 waren 43 Menschen bei Protesten gegen Maduro gestorben. Das Urteil wurde international als rein politisch motiviert kritisiert. Der 46-Jährige war wichtigster Gegenspieler Maduros und gilt im Falle einer Freilassung als ein Favorit auf das Präsidentenamt.

Von

dpa

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